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[Aktion] Herzensbuch: Ich lese was, was du nicht liest: OSKAR UND DIE DAME IN ROSA

28. Juli 2018

#3 / Herzensbuch


Gisela vom Blog Giselas Lesehimmel und Anne vom Blog Lesen – Eine Leidenschaft fürs Leben haben eine schöne neue Mitmach-Aktion ins Leben gerufen! Es geht um die vielen Herzensbücher, denen wir, selbst wenn wir sonst keine Bücher mehr aus Platzgründen horten, ein Plätzchen freiräumen, da wir sie behalten möchten. Bei dieser Aktion möchte ich sehr gerne mitmachen und euch meine liebsten Bücher zeigen und eure kennenlernen. Vielleicht ist auch was für mich dabei! Oder wir überschneiden uns sogar mit unseren Herzen. Das wäre auch eine sehr schöne Entdeckung.


"Oskar und die Dame in Rosa"

© Fischer Verlag

Buchbeschreibung

Der zehnjährige Oskar hat Leukämie. Er weiß, daß er nicht mehr lange zu leben hat, auch wenn seine Eltern alles tun, um das Thema zu vermeiden. Nur die ehemalige Catcherin Oma Rosa hat den Mut, zusammen mit Oskar über seine Fragen nachzudenken. Sie rät ihm, sich jeden verbleibenden Tag wie zehn Jahre vorzustellen, und so erlebt Oskar in kürzester Zeit ein ganzes Menschenleben mit all seinen Höhen und Tiefen. Davon berichtet er dem lieben Gott in Briefen, mal glücklich, mal enttäuscht, mal nachdenklich, und schließlich doch mit sich und der Welt versöhnt und bereit, eine neue zu entdecken.

Oskar und die Dame in Rosa ist ein Buch, dem man sich nicht entziehen kann. Ohne falsche Sentimentalität geht Eric-Emmanuel Schmitt ein schwieriges und trauriges Thema an und spendet mit seiner warmherzigen Erzählweise die Kraft und den Mut, einer solchen Situation offen zu begegnen. Mit seinen farbigen Illustrationen gelingt es Marcelino Truong, den Text um eine versöhnlich zarte Note zu bereichern.


Warum ein Herzensbuch?

Ich habe dieses Buch 2006 von einer mir damals sehr wichtigen Freundin geschenkt bekommen. 2006 war ich einige Kilometer weit weggezogen und die Freundin und ich konnten uns nicht mehr so häufig treffen. Doch unsere Liebe zu Büchern verband uns stets.

Durch den Umzug wurde mein Arbeitsweg sehr weit, doch ich konnten diesen mit meinem besten Freund bestreiten. Er holte mich ab, ich setzte mich ins Auto, holte ein Buch aus der Tasche und fing an vorzulesen. Jeden Tag auf der Hin- und Rückfahrt! Das war so toll!

So war es auch mit dem Buch über Oskar. Ich holte es morgens aus dem Briefkasten und fing im Auto an zu vorzulesen. Auf dem Rückweg las ich wieder vor und als wir vor meinem Haus standen, parkte mein bester Freund das Auto, weil ich nicht aussteigen konnte / durfte, bevor das Buch ausgelesen war. Es ist ein dünnes Büchlein von etwas mehr als 100 Seiten, deshalb war es möglich, das Buch auf einer Fahrt (hin und zurück) auszulesen. Doch das Wichtigste dabei war, die letzte halbe Stunde im Auto, bevor ich fertig war, heulten wir beide wie Schlosshunde! Ich las vor, weinte und weinte, stockte, schniefte, putzte meine Nase, las heulend weiter. Mein bester Freund hörte zu und weinte und schniefte und weinte. Bis zum bitteren Ende. Als es ausgelesen war, lagen wir uns in den Armen und trösteten uns gegenseitig und sprachen noch über die Geschichte, wie schön sie geschrieben war. Dieses wunderbar schrecklich-traurige Buch hat somit eine eigene Geschichte, die mich unabdingbar an das Buch bindet und eine ganz besondere Erinnerung birgt.

Auf ganz wenigen Seiten hat es der Autor geschafft, einem kleinen, sterbenskranken Kind ein ganzes Leben zu schenken.

Lasst euch durch das Thema Gott nicht abschrecken, das hier auch verarbeitet wird. Man muss nicht gläubig, christlich oder sonstwie eingestellt sein. Das Buch will nicht bekehren oder missionieren. Gott ist hier einfach der Adressat von Oskars Briefen. Etwas, das nicht greifbar ist, sich zum Inhalt nicht äußern wird und zu dem Oskar bis dato keine Beziehung / Berührungspunkte hatte.


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Während ich diesen Beitrag vorbereitet habe stellte ich fest, dass das Buch sogar vor einiger Zeit verfilmt wurde. Auch wenn die Filmadaption meistens nicht besser ist als das Buch, schaue ich sie mir immer gerne an. Für euch hier nun der Trailer. Vielleicht reizt er euch, das Buch, trotz des traurigen Themas, doch noch zu lesen. Ich wünsche es mir sehr!


Teilnehmer

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  1. Liebes Monerl , Dein Herzensbuch ist wichtig , aber auch traurig . DU hast Deine Lesegeschichte zum Buch berührend geschrieben . Diese Themen belasten sehr . Ein alter sterbender Mensch hat sein Leben gelebt , ein krankes Kind erfährt so viel Leid . Eine Geschichte , die ehrlich zu HerzTrauer führt,,,,
    Im Moment kein Buch für mich ! Trotzdem Danke ♥️

    1. Guten Morgen liebe Angela,
      ja, es ist kein einfaches Buch und doch ist es weniger “schlimm” als man eigentlich befürchtet. Der Autor hat etwas ganz Besonderes geschaffen mit diesem Buch. Ich wünsche mir, dass du es irgendwann liest und mir erzählst, wie du es gefunden hast. 🙂
      GlG, monerl

  2. Guten Morgen liebes Monerl

    Hast du schon mal daran gedacht selber ein Buch zu schreiben? Du schreibst wunderbare Beiträge, die einem zu Herzen gehen. Die Idee mit dem Vorlesen auf der Fahrt ist wunderschön. Ein Herzensbuch mit einem Herzensmenschen zu teilen ist einfach nur schön.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
    Gisela

    1. Guten Morgen liebe Gisela,
      ja, daran Gedacht habe ich schon. haha Aber ich bezweifle, dass ich so bald dazu kommen werde. Ich habe nichts vorgeschrieben oder irgendwelche Ideen in der Schublade. 😉 Es ist einfach nur der Wunsch, ein Buch zu schreiben. Irgendwie keine gute Voraussetzung, gell!
      Es freut mich jedenfalls sehr, dass dir mein Beitrag sehr gefällt! Ich gestehe auch, dass ich diese Auto-Vorlesezeit sehr vermisse! Das war was ganz besonderes und so wunderschön. Man konnte sofort darüber sprechen, wenn man das Gefühl hatte, dass das Gelesene dazu auffordert.
      GlG und einen guten Start in die neue Woche wünsche ich dir,
      monerl

  3. Wahrlich eine schöne Erinnerung, liebes monerl. Ich habe das Buch vor gut zehn Jahren in einem Forum mit jemandem zusammen gelesen, nachdem es unsere Stadt im Rahmen der Veranstaltung “Eine Stadt liest ein Buch” gelesen hat.

    1. Moin, moin Anne,
      toll, dass du das in so einem schönen Rahmen gelesen hast! Wie hat es dir denn gefallen? Konntet ihr euch im Forum gut austauschen? Das Buch enthält sehr viel Gesprächsstoff.
      GlG, monerl

      1. Das ist einfach schon zu lange her, monerl. Und ich hatte mit Leserunden Null Erfahrung. Ich bin heute nicht mit ihnen warm geworden.

  4. Liebe Monerl,

    oh, WIE SCHÖN!!! Deine Geschichte dazu hat mich gerade so sehr berührt. Ist voll in mein Herz reingegangen. ♥ ♥ Was für eine wunderbare Erinnerung!
    Das Buch selber kenne ich vom Sehen, aber gelesen habe ich es noch nicht. Aber ich kann mir gut vorstellen, wie sehr das ins Herz geht. Habe in der Ausbildung mal eine Analyse zu einem Bilderbuch mit dem Thema geschrieben. Das hat mich auch sehr berührt.

    Kennst Du: Anna schreibt an Mister Gott?

    Liebste Grüße und mit der Hand auf dem Herzen
    Petrissa

    1. Das Cover ist leider nicht das Schönste und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele auch deshalb nicht zum Buch greifen. Die Geschichte ist es aber auf jeden Fall wert, gelesen zu werden.
      Ui, das von der Analyse musst du mir mal erzählen…
      Nein, “Anna schreibt an Mister Gott” kenne ich nicht. Ich schau mal, was das ist.
      GlG, monerl

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