Aktionen | Writing Friday

[Aktion] Writing Friday #12 – Cleo und die Raupe

27. Juli 2018

#12 – KW30/2018


Diese Aktion ist von ELLIZYS #Writing Friday vom Blog Read Books And Fall In Love ins Leben gerufen worden.

Ich stelle fest, dass mir diese Geschichte gar nicht so leicht gefallen ist. Aus diesem Grund ist sie auch recht kurz. Ich habe einfach drauf losgeschrieben. Ursprünglich hatte ich ein ganz anderes Ende im Auge. Doch ich konnte meine Protagonistin einfach nicht zu diesem Ende führen. Sie sträubte sich sehr. Also verwarf ich es und ließ sie machen. So richtig zufrieden bin ich mit diesem Ergebnis nicht, denn irgendwie fehlt mir der Kick in der Story. Nun gut, die Aufgabe ist auf jeden Fall erfüllt. Mehr Anspruch habe ich heute mal nicht. Bin sehr gespannt, was ihr von diesem widerspenstigen Entwurf haltet!


Die Regeln im Überblick

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spass und versucht voneinander zu lernen


Schreibthemen / Schreibaufgaben Juli


Gewählte Aufgabe:  

Schreibe eine Story, bei der folgende Wörter irgendwo darin auftauchen: Sonnenschein / ungeduldig / Kunststück / Raupe / Sommergewitter.

____________________________


“Der Nächste, bitte!”, tönte es ungeduldig aus dem Lautsprecher, der links in der Ecke über Cleos Kopf hing. “Endlich bin ich dran.”, dachte Cleo. Sie saß hier schon eine Stunde im Wartezimmer und langweilte sich sehr. Zu Hause hätte sie in dieser Zeit so viel mehr machen können. Aber ihre Mutter bestand darauf, dass Cleo wöchentlich hier her in die Adlerstraße ging. Und sie ließ sich partout nicht umstimmen. Also nahm Cleo ihr Schicksal demütig an. Es half nichts. Ob Sonnenschein, Sommergewitter oder winterliches Schneegestöber, mittwochs führte ihr Weg nach der Schule direkt ins Zentrum, das einzige Haus in der Adlerstraße. Damit ihr auf dem Weg dorthin nicht so langweilig war, vollführte Cleo immer kleine Kunstücke, die sie sich während des Unterrichts ausdachte. Für heute hatte sie geplant eine Raupe auf ihrer Nasenspitze zu balancieren. Leider hatte sie kein Glück gehabt. Den ganzen Weg über schaute sie aufmerksam nach links und rechts, um im Gras, auf einem Strauch oder vielleicht auf einem Baum eine Raupe zu entdecken, doch sie wurde nicht fündig. Vielleicht hat sie die eine oder andere Raupe einfach übersehen. Der Sonnenschein blendete hin und wieder ihre Augen, wenn er durch die Äste und Blätter durchblitzte und Cleo musste ihre Augen fest zukneifen. Wenn sie sie danach wieder aufmachte, sah sie erstmal eine Weile nur bunte Punkte. So konnte man natürlich keine kleinen Raupen entdecken. Für das nächste Mal musste eine andere Aufgabe her. Aber dafür hatte sie nun genug Zeit. Ersteinmal war es jetzt wichtig, diesen Termin mit Miss Tanner hinter sich zu bringen. Sie holte tief Luft, setzte ein falsches Lächeln auf und schritt durch die unscheinbare, weiße Tür.

© monerls



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  1. Liebe Monerl,

    ich finde es gut, dass du die Wörter, die man einbauen sollte fett markiert hast 🙂
    Die Geschichte ist zwar kurz, aber sympathisch und schön geschrieben. Vor allem gefällt es mir, dass du dem Leser Spielraum für Interpretationen gelassen hast.

    Liebe Grüße,
    Gina

    1. Hallo liebe Gina,
      ich bin sehr froh, dass ihr die Geschichte so positiv angenommen habt, obwohl sie sehr vage bleibt! Manchmal passt ein offenes Ende, ofmals nicht. Hier scheint es glücklicherweise zu funktionieren.
      GlG, monerl

  2. Guten Morgen, Monerl,

    schön verpackt, die Schlüsselwörter. Gerade oder auch wenn die Geschichte fragmentisch bleibt (Warum verstellt Leo sich vor Miss Tanner? Welchen genauen Beruf hat Miss Tanner?), hat man doch ein Gefühl für die Protagonistin bekommen und ihre alternative Einstellung zum Leben im Allgemeinen und zur Schule im Besonderen schnell ins Herz geschlossen.

    Viele Grüße
    Sebastian

    1. Guten Morgen Sebastian,
      herzlichen Dank für deinen Kommentar. Auf viele Fragen, die du dir stellst, habe selbst ich noch keine Antwort. 😉 Ich habe nebulös was im Kopf aber es war nicht ausgegoren genug, um die Geschichte ausführlicher schreiben zu können. Diese Erfahrung ist bei der vorliegenden Schreibaufgabe meine größte Erkenntnis. Ich hatte gleich ein Gefühl für meine Protagonistin, jedoch nicht für ihr Schicksal.
      GlG, monerl

  3. Hey Monerl,
    wo geht sie denn hin? Wer ist Frau Tenner? Nachhilfeunterricht? Ich hoffe doch 😀 Ich war auch so ein kleines fantasiereiches Kind und ich bin mir sicher, das Cleo die Raupe auf dem Rhododendron übersehen hat! Schöner Lese-Flow!
    Liebste Grüße, Annie

    1. Hey Annie,
      ich glaube, ich muss dich enttäuschen. Frau Tenner ist keine Nachhilfelehrerin. Sie soll eine Therapeutin sein. Ob gut oder böse, ob Randfigur oder ein wichtiger Charakter, das ist mir bis jetzt selbst noch nicht klar. 😉
      Ich könnte mir jedenfalls sehr gut vorstellen, dass Cleo eine Raupe auf dem Heimweg findet. Die Sonne ist da dann schon etwas niedriger und blendet nicht mehr ganz so. hihi
      GlG, monerl

  4. Liebe Monerl,

    eine tolle Geschichte und mir gefällt besonders das Ende.
    Ich habe die Phantasie, dass sie zu einer Therapeutin geht und da rutscht dann noch mehr an Phantasie hinter her, wieso weshalb, warum. Finde gut, dass du es offen gelassen hast.

    Am Anfang dachte ich ja, Cleo sei eine Raupe. ^^ Die zum Arzt muss, weil sie sich nicht entpuppt. 😀 😀

    LG
    Petrissa

    1. Liebe Petrissa,
      ja, mit Therapeutin liegst du richtig. So war auch meine Idee. Wir können ja das nächste Mal darüber sinnieren, wie es mit der Geschichte hätte weitergehen können. 😉
      Cleo als Name würde einer Raupe auch gut stehen. Ich finde, du solltst ab und zu auch beim #WritingFriday mitmachen. Deine Ideen sind absolut ausbaufähig. hihi
      GlG, monerl

  5. Hallo Monerl,

    danke für deinen Kommentar auf meinem Blog. Hier kommt mein Gegenbesuch 🙂
    Dein Beitrag gefällt mir richtig gut. Auch wenn ich nicht ganz begriffen habe, wo genau Cleo sich jetzt befindet. Habe ich da irgendwas überlesen? Oder hast du das mit Absicht so wage gehalten?

    Ich wünsche dir einen schönen Sommerabend und eine tolle Sicht auf den Blutmond.
    Bis bald
    deine Emma

    1. Hallo Emma,
      ich habe das alles extra etwas vage gehalten. Meine Idee jedoch war, dass sie zu einer therapeutischen Sitzung geht. Warum und weslhalb ist nicht ganz klar. 😉 Ich konnte mich nicht entscheiden und habe es offen gelassen. hihi
      GlG, monerl

      PS.: Leider hat das mit dem Blutmond nicht so gut geklappt. Erst war er versteckt und dann nicht mehr rot. Ich hoffe, dass du eine bessere Sicht auf ihn hattest!

  6. Hey monerl,
    wow – was eine tiefgründige Geschichte. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet als ich den ersten Satz deiner Geschichte gelesen habe. Cleo ist mir sehr sympathisch und ich bin ehrlich gesagt sehr frustriert, da die Geschichte ein solches Ende genommen hat. Was ist das für ein Arzt? Ist es überhaupt ein Arzt? Da werde ich wohl noch etwas drüber nachdenken. Wirklich sehr schön.!
    Liebste Grüße & ein schönes Wochenende
    Lisa ❤️

    1. Liebe Lisa,
      ganz toll, dass dir die Geschichte so gefällt und dich zum Nachdenken angeregt hat. Mrs. Tanner sollte eine Therapeutin sein. Warum Cleo da hin muss, muss ich mir noch überlegen. hihi
      GlG und einen guten Start in die neue Woche,
      monerl

  7. Hallo,

    die Geschichte hatte für mich genau die richtige Länge, und sie las sich auch gut.
    Je nachdem, wie alt dieses Mädchen ist, kann ich mir ihr Handeln gut vorstellen. Bei dieser Miss Tanner ist auch gut offen gelassen, wer sie nun eigentlich ist.

    Mir ist jetzt auch noch eine Geschichte zum Fliegen eingefallen; ich hoffe, ich bringe sie heute noch fertig!

    LG Norbert

    1. Hallo Norbert,
      sehr schön, dass dir die Geschichte gut gefallen hat! Cleo ist in meiner Vorstellung noch ein recht junges Mädchen, ca. 11 – 13 Jahre alt.
      Nun gehe ich mal rüber zu dir und schaue, was du vollbracht hast.
      GlG, monerl

  8. Da sieht man mal, wie viele vorgegebene Worte man in einem so kurzen Text unterbringen kann! 😀 Jetzt bin ich aber neugierig, welches Ende du eigentlich vorgesehen hattest. Und warum Cleo jede Woche dorthin gehen muss. Ich tippe mal auf eine psychiatrische Praxis oder irgendeine Therapie…?

    1. Dein Tipp psychiatrische Praxis ist genau richtig! War aber nicht ganz so schwer, oder? 😉 Erst wollte ich, dass Cleo am Ende eröffnet, sie wäre eine Raupe, weil sie sich das so denkt. Dann dachte ich, sie sollte wirklich eine Raupe sein, und der Leser merkt das die ganze Zeit nicht und ist am Ende davon überrascht. Und beides funktionierte nicht. Ich fand keinen Schreibweg dorthin. Somit musste ich das Ende offenlassen. Wobei sich damit der Charakter von Miss Tanner verschoben hat. Ursprünglich sollte sie einfach nur ne Therapeutin sein. Doch jetzt, so wie sich die Geschichte nun entwickelt hat, könnte sie eine böse Figur sein, die ihren wahren Charakter erst im Laufe der Zeit offenbart… Ach, soooo viele Möglichkeiten! hahaha
      GlG, monerl

  9. Heyhey!

    Ich finde die Geschichte auch richtig gut. Sie hat wirklich einen beklemmenden Touch und gerne möchte man wissen, wer denn diese Miss Tanner ist und warum Cleo zu ihr gehen muss.
    Cleo ist übrigens auch sehr sympathisch, eine Raupe auf der Nase balancieren… das könnte ich in etwas jüngeren Jahren gewesen sein. 🙂

    Grüessli, Daniela

    PS.: Und eine Geschichte muss ja nicht lange sein, um wirken zu können.

    1. Liebe Daniela,
      das ist ja süß, dass so eine Cleo warst! Ich stelle sie mir nämlich total freundlich, fröhlich und aufgeschlossen vor, mit ein bisschen Schalk im Nacken. 😉 Freue mich, dass du meine kleine Geschichte magst. Du hast rech, eine Geschichte muss nicht sehr lang sein, hatte aber irgendwie das Gefühl, es hätte gerne noch etwas mehr sein dürfen.
      GlG, monerl

    1. Liebe Daniela,
      freue mich, dass dir die Protagonistin und das Setting gefällt. Lustigerweise hatte ich von Cleo sofort eine bestimmte Vorstellung beim Schreiben. Nur nicht, was sie genau machen soll. So übernahm sie die Führung. hihi
      Bin auf deine “Fliegen-Geschichte” sehr gespannt! Komme gleich vorbei. 🙂
      GlG, monerl

  10. Hey monerl,
    ich mag die Stimmung der Geschichte. Sie ist irgendwie leicht, aber auch beklemmend, weil man das Gefühl hat, dass mehr dahibter steckt. Vllt. wäre es schön gewesen ein paar mehr Infos zu haben. Meine Neugierde ist auf jeden Fall geweckt.
    Grüße, Katharina.

    1. Hey Katharina,
      du hast das GANZ GENAU erfasst! Super! Ich wollte was beklemmendes schreiben mit einem mega Überraschungsende. Aber es gelang mir nicht! So ist dann diese Mischung entstanden, die du wahrgenommen hast. Da es nicht so funktioniert hat, wie ich dachte, gibt es auch nicht mehr Informationen drum herum, weil ich sie selber nicht weiß! hahaha Ich hatte nicht genug im Kopf, um die Rahmengeschichte näher zu beschreiben. Deshalb ist sie auch so kurz. 😛
      GlG, monerl

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