Böses Blut
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[Buchvorstellung] Böses Blut (Cormoran & Robin 5) – ROBERT GALBRAITH

8. Januar 2021

#398 Rezension
#WirLesenFrauen

 

Buchbeschreibung

Cormoran Strike ist gerade zu Besuch bei seiner Familie in Cornwall, als er von einer Frau angesprochen wird, die ihn bittet, ihre Mutter, Margot Bamborough, ausfindig zu machen, die 1974 unter mysteriösen Umständen verschwand.

Strike hatte es noch nie mit einem Cold Case zu tun, geschweige denn mit einem, der bereits vierzig Jahre zurückliegt. Doch trotz der geringen Erfolgsaussichten ist seine Neugier geweckt, und so fügt er der langen Liste an Fällen, die er und seine Arbeitspartnerin Robin Ellacott gerade in der Agentur bearbeiten, noch einen hinzu. Robin selbst hat mit einer hässlichen Scheidung und unerwünschter männlicher Aufmerksamkeit zu kämpfen – und dann natürlich mit ihren Gefühlen für Strike …

Strikes und Robins Nachforschungen zu Margots Verschwinden führen sie auf die Fährte eines vertrackten Falls mit Hinweisen auf Tarotkarten, einen psychopathischen Serienkiller und Zeugen, die nicht alle vertrauenswürdig sind. Und sie merken, dass sich selbst Fälle, die schon Jahrzehnte alt sind, als tödlich herausstellen können …

 

Meine Meinung

Dies ist in der Tat der spannendste und interessanteste Band der Reihe! Wie üblich zeichnet er sich durch Ermittlungsarbeit von Cormoran Strike und Robin Ellacott aus. Mehrere interessante, kleinere Fälle beschäftigen die Mitarbeiter der Detektei und doch nehmen Robin und Cormoran einen ungewöhnlichen großen Fall an, der 40 Jahre zurück liegt und die Chancen ihn zu lösen sind gering.

In ruhigem Erzähltempo passiert auf den ersten 600 Seiten nicht viel und doch einiges. Es hat mir großen Lesespaß bereitet mehr über die kleineren Fälle zu erfahren als auch über die angestellten Ermittler. Sie alle sind bisher männlich und sehr unerschiedlich. Nicht mit jedem kommt Robin gleich gut klar, insbesondere das Machogehabe und die Annäherungsversuche von Morris gehen ihr auf die Nerven.

Das Büro wird von Pat geführt, die ihre Arbeit sehr gut macht aber mit Cormoran auf der menschlichen Ebene nicht besonders gut zurecht kommt. Auch er ist unerwarteterweise ziemlich brummig zu ihr. Warum das so ist wird später verständlich.

Der lange zurückliegende Cold Case, den die beiden Partner Robin und Cormoran bearbeiten, ist sehr verzwickt. Alte Polizeiunterlagen sind wirr und unverständlich, da der Hauptermittler ins Okkulte abgedriftet war und anhand von Sternzeichen und Tarotkarten versucht hatte den Fall zu lösen. Robin und Cormoran haben große Schwierigkeiten die Bedeutungen des Polizeiermittlers zu entschlüsseln.

Je näher es dem Ende zugeht wird der Cold Case immer spannender. Dabei wird insbesondere deutlich wie positiv sich Robin als Privatdetektivin entwickelt hat. Sie ist mutig und traut sich Beweise auf eigene Art und Weise zu beschaffen, ohne dass Cormoran davon weiß.

Auch der Handlungsstrang, in dem es um Robins und Cormorans persönliche Ebene geht, entwickelt sich weiter und driftet zu keiner Zeit in Kitsch ab. Er zeichnet wunderbar das Leben nach, wie wir alle es sicherlich auch selbst erlebt haben oder erleben und bleibt somit weiterhin spannend!

Eine kleine Kritik habe ich bezüglich der Übersetzung, denn leider konnte ich dieses Mal bemerken, dass drei unterschiedliche Übersetzer an diesem Werk gearbeitet haben. Insbesondere das erste Viertel in etwa war sprachlich nicht so flüssig. Der sprachliche Stil holperte etwas und störte mich im Lesefluss. Doch dies legte sich glücklicherweise wieder, sodass ich diese kleine Kritik nicht in meine Wertung einbezogen habe.

 

Fazit

Wieder ein sehr gelungener Band der Reihe, in dem die Autorin zeigt, dass sie es auch schafft einen so komplizierten Fall zu entwickeln, ohne dass die Leserschaft im Laufe der Zeit den roten Faden verliert. Doch man muss am Ball bleiben, denn die vielen Namen könnten verwirren, wenn man zu lange Lesepausen macht. Ich warte nun wieder sehr gespannt auf den nächsten Teil! Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte natürlich bei Band 1 beginnen, doch ich finde, dieser 5. Teil kann auch eigenständig gelesen werden. Absolut lesenswert!

 

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    1. Liebe Karin,
      in der Tat, das Buch hat knapp 1200 Seiten. Auf Seite 1195 hört die Danksagung auf. Die Anzahl der Seiten wird ja immer mit allen Seiten bis zum Buchdeckel angegeben. Aber auf die 5 leere Seiten kommt es im Gesamten nicht mehr an. 😀 Wäre dir das zu viel? Kennst du die Reihe? Das Buch gibt es auch als Hörbuch, das ist dann evtl. leichter als 1200 Seiten selber zu lesen. 🙂
      GlG, monerl

  1. Hi Monerl!

    Es freut mich, dass dir dieser Band auch so gut gefallen hat! Ich mochte ihn auch sehr und das mit den verschiedenen Übersetzern hab ich zwar gesehen, ist mir aber sprachlich gar nicht aufgefallen *lach* Ich war wohl zu sehr von der Handlung gebannt 😀

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Hi Aleshanee,
      normalerweise fällt mir das auch nicht auf. Aber ich war zu Beginn tatsächlich über so manche Sätze gestolpert, die ich sehr holprig und unschön übersetzt fand. Das hat mich gewundert. Dann hab ich gesehen, dass es drei Übersetzer gab und tatsächlich, irgendwann hat sich dieses Holpern gelegt. Ich bin sicher, dass mir eben der erste Übersetzter nicht so gelegen hat. 😀
      Ich werde mal deine Rezi oben verlinken. Hab noch gar keine Zeit gehabt andere Rezensionen zu suchen.
      GlG, monerl

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