Die Lilienbraut
Rezensionen | Roman / Gegenwartsliteratur / Liebe / Romantik / Chick-Lit

[Buchvorstellung] Die Lilienbraut – TERESA SIMON

25. Mai 2020

#363 Rezension
#WirLesenFrauen

Buchbeschreibung

Köln in den Vierzigerjahren. Die junge Nellie Voss hat gerade eine Stelle bei 4711 angetreten. Schnell wird ihr klar, dass sie ein untrügliches Gespür für Düfte hat. Ab und zu vergisst sie darüber sogar, dass ein schrecklicher Krieg tobt. Doch noch mehr beschäftigt sie ihre aussichtslose Liebe zu einem Mann, den sie nicht haben darf …

Köln in der Gegenwart: Nach ihrer schmerzhaften Trennung eröffnet Liv einen kleinen Laden für Seifen und Düfte im Stadtviertel Ehrenfeld. Eines Tages begegnet sie auf der Straße zufällig einer geheimnisvollen weißhaarigen Dame, die bei ihrem Anblick regelrecht erschüttert ist und sie beschimpft. Wer ist sie, und was verbindet sie mit Liv?

 

Meine Meinung

Mit ihrem neuen Roman nimmt die Autorin ihre Leser*innen nun mit nach Köln. Wie gewohnt begleiten wir in zwei Handlungssträngen die Protagonist*innen in der Gegenwart auf der Suche nach ihren Wurzeln in der Vergangenheit. Beide Handlungsstränge verbindet ein Geheimnis, das über Tagebucheinträge nach und nach aufgedeckt wird. Dabei tauchen wir mit der Protagonistin Liv in die Geschichte Kölns zur Zeit des 2. Weltkriegs ein, beginnend im Mai 1940, und erleben lesend die beiden furchtbaren Angriffe “Tausend-Bomber-Angriff” sowie den “Peter-und-Paul-Angriff” in Köln mit.

Dieses Mal werden wir von besonderen Düften verzaubert und erfahren einiges über das Unternehmen 4711, das vielen durch den gleichnamigen Duft als  – Kölnisch Wasser – bekannt ist. Wie Nellie lernen wir, wie Düfte kreiert werden und was Kopf-, Herz- und die Basisnote bedeuten.

Auch in diesem Roman ist die intensive Recherche von Teresa Simon zu Historie, Stadt und Themen zu erkennen. Das macht zu einem großen Teil das besondere Lesevergnügen aus. Kantige Charaktere vervollständigen das Buch und lassen die Geschichte authentisch wirken, in der historische Fakten mit der Fantasie der Autorin wundervoll harmonieren. Dieses Mal lernen wir eine ganz besonders vielfältig bunte Mischung an Figuren kennen, deren Herkunft ihre eigenen Geschichten schreibt.

Teresa Simon ist das Pseudonym einer sehr bekannten deutschen Autorin, auf deren gekonnte Umsetzung ich mich immer verlassen kann, wenn es um Familiengeschichten, Geheimnisse und Geschichten #GegenDasVergessen geht.

 

Fazit

Ein Unterhaltungsroman auf hohem Niveau, der durch Sprache, Ortskenntnis, Spannung und Tragik besticht. Im historischen Nachwort erfahren Leser*innen u. A. auch über die Edelweißpiraten, für die es in Köln-Ehrenfeld eine Gedenktafel gibt. Und wer nach dem Lesen Hunger bekommen hat, kann die Rezepte ausprobieren, die sich als Schmankerl am Ende des Buches befinden.

 

Weitere Rezensionen

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Ich danke dem Heyne Verlag, der mir freundlicherweise das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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  1. Guten Morgen Monerl

    Die Autorin schreibt klasse. Dein Fazit klingt wirklich gut. Die komplette Rezi werde ich lesen, wenn ich das Buch inhaliert habe. Es wird mit Sicherheit bei mir einziehen.

    Liebe Grüße und einen schönen Pfingstmontag,
    Gisela

    1. Hallo Gisela,
      ja, ich liebe alle Bücher von Teresa Simon! Sie hat mich noch nie enttäuscht. Dir wird das Buch auch gefallen, da bin ich sicher! 🙂
      Liebe Grüße zurück und noch einen schönen, restlichen Feiertag!
      monerl

  2. Das Cover-Bild allein zieht mich nicht an, Deine Rezension dagegen macht neugierig, das Buch zu lesen. Danke für die tolle Rezi. Ich muss dann glatt mal googeln, wer hinter dem Pseudonym steckt. 🙂

    1. Halli hallo!
      freut mich, dass ich dir das Buch schmackhaft machen konnte, auch wenn dir das Cover nicht so zusagt. Leider sind diese Art von Cover für solche Geschichten seit einiger Zeit Gang und Gäbe und wecken bei machen die falschen Vorstellungen vom Inhalt.
      Soweit ich weiß, ist Teresa Simon ein geschlossenes Pseudonym. Bin gespannt, ob du etwas herausfindest. 🙂
      GlG, monerl

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