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[Buchvorstellung] – Die Monogramm-Morde – SOPHIE HANNAH

24. Januar 2018

#183 Rezension


Rezensionsexemplar

3 von 5 Sternen

Widmung der Autorin: “Für Agatha Christie”

Buchbeschreibung:

Eine Sensation – Hercule Poirot ermittelt wieder

Eigentlich wollte Hercule Poirot seine kleinen grauen
Zellen durchlüften, und so hat er sich in London ein Zimmer genommen, um
auszuspannen. Doch da werden im vornehmen Bloxham Hotel drei Leichen
gefunden, Giftmord, wie sich bald herausstellt. Poirot ist sofort zur
Stelle und hilft dem Polizisten Edward Catchpool, den Fall zu lösen.
Dass Poirot immer eine Nasenlänge voraus ist, versteht sich von selbst.
Und schon bald kann er das Netz der Verdächtigen immer enger ziehen …

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Obwohl sich der bekannte und gefürchtete Ermittler Hercule Poirot ein bisschen Ruhe und Zurückgezogenheit gönnen möchte, passieren während seiner Auszeit in London drei Morde, in deren Ermittlung er sich letztendlich doch noch einmischt. Er kann es eben nicht lassen…

Es viel mir nicht ganz leicht, in diese Geschichte hineinzufinden. Denn, wo Hercule Poirot drauf steht, sollte auch Hercule Poirot drin sein. Als großer Agatha Christie – Fan war ich hier leider etwas enttäuscht. Eine neue Geschichte, eine neue Autorin, ein neuer Poirot, der nicht ganz den Charme und die Schrulligkeit des alten aufweist.

Der Fall entfaltet sich und wird interessant, auch wenn Poirot mir nicht so leicht und locker vorkommt, wie ich ihn in Erinnerung habe. Er ist mir etwas zu forsch und zu pro-aktiv. Dagegen erscheint der Polizist Edward Catchpool wieder zu naiv und anfängerhaft. Auf die Dauer fing er an, mich mit seiner Unfähigkeit etwas zu nerven.

Der Plot ist recht gut konstruiert. Es gibt jedoch einige Begebenheiten, die unnötige Längen aufweisen, die, wenn sie kürzer gefasst worden wären, der Story nicht geschadet hätten. Im Gegenteil!

Die Auflösung des Kriminalfalls fand ich ein bisschen zu konstruiert. Sie kommt lange nicht an die von “Krimiqueen” Agatha Christie ran. Während man bei ihr am Ende einen echten “AHA”-Effekt erlebte, hatte ich hier einen Verdacht, der sich zum Schluss hin bestätigte. So ging mir das “Sahnehäubchen”, auf das man sich am Ende freut, etwas zu früh verloren.

Zum Hörbuch:
Wanja Mues wertet die Geschichte eindeutig auf! Mit seiner Stimme schafft er eine angenehme Atmosphäre und verleiht den jeweiligen Figuren ihren ganz eigenen Charakter. Dieses Buch ist auf jeden Fall als Hörbuch zu bevorzugen!

Fazit:
Eine nette Kriminalstory, die mit einem anderen Ermittler vielleicht sogar viel besser gewirkt hätte, da man als Leser vorab keine (vielleicht überzogene) Erwartungshaltung an sie gestellt hätte.

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Ich danke Der Hörverlag und Random House (Bloggerportal), die mir freundlicherweise dieses Hörbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
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ISBN: 9783844515671

Gelesen von: Wanja Mues
Spieldauer: 11 Stunden 54 Minuten
Version: ungekürzt
© Random House / Der Hörverlag
Erscheinungsdatum: 08. September 2014
Originaltitel: The Monogram Murders
Originalsprache: englisch
Übersetzer: Giovanni und Ditte Bandini

 

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  1. Also bei Hercule Poirot-Fan wäre ich da wohl auch sehr eigen. Ich mochte diesen genialen, eigensinnigen Ermittler sehr gern und mag es gar nicht, wenn dann andere Autoren kommen und mit liebgewonnenen Figuren eigene Geschichten erschaffen. Das kann gut gehen, aber meiner Meinung nach merkt man, dass das einfach nicht das Original ist. Also, ich weiß nicht, ob ich mich da ran gewagt hätte. LGTilly

    1. Liebe Tilly,ich gebe dir absolut recht. Ich wollte halt einen Versuch wagen. Aber dabei wird es wohl auch bleiben. 😉 Vielleicht lese ich zum Ausgleich einen echten Poirot, den es zur Genüge in meinen Regalen gibt! hihiGlG vom monerl

  2. Diese Art Fan-Fiction gibt es ja schon recht lange. In den 1930er Jahren musste Sherlock Holmes schon für Fans herhalten. Im Internet gibt es viele Seiten mit Fan-Geschichten zu jeder Menge von Serien. Ich habe die vor Jahren mal ganz gerne gelesen, weil die Leute da echt ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Ich kann mich an jeder Menge Geschichten über Scully und Mulder von "Akte X" erinnern, in denen die beiden eine romantische Beziehung haben. Aber das war halt nur Hobby.Wenn man so etwas verkaufen will, ist das ja noch mal eine andere Dimension. Liebe Grüße, Anne

    1. Genau, du sagst es, Fan-Fiction ist nochmal was anderes. Hier möchte ein Autor eine bereits bekannte Figur weiter am Leben halten. Ich wollte wissen, ob was dran ist, war dann aber enttäuscht. Dem Grunde nach sage ich auch, dass ein jeder Autor seine eigenen Charaktere erschaffen soll. Damit kann man einfach besser Punkte, sprich, Geld verdienen und sich eine eigene Fan-Gemeinde schaffen.GlG, monerl

  3. Hey :)Ich weiß jetzt gar nicht mehr, ob ich diese Geschichte seinerzeit als Buch oder als Hörbuch genossen habe … *grübel*Ich weiß aber noch, dass ich auch ein wenig mit dem Zugang zu kämpfen hatte. Nachdem ich jetzt allerdings beide Bücher gebraucht geschenkt bekommen habe, werde ich doch irgendwann einmal den Nachfolger "Der leere Sarg" lesen :).Liebe GrüßeAscari

    1. Hey,ich bin ganz sicher, dass du damals das Hörbuch genossen hast, ich weiß nämlich auch, von wem du es bekommen hattest… :-DIch hatte festgestellt, dass diese Rezi schon lange aussteht und sie nun endlich veröffentlicht. Bin sehr gespannt, was du zum Nachfolgeband sagen wirst. Den werde ich aber auslassen. Es gibt viele gute Ermittler, die sich nicht mit klassischen Größen messen müssen und auf meinem SuB aufs Gelesen-Werden warten. hihiGlG, monerl

  4. Habs mir nach deinem Tweet schon gedacht und allein aus Protest greife ich nicht zum Buch, aber – warum? Warum kann man keinen eigenen Ermittler kreieren? Hercule gehört zu Agatha – selbst wenn dieser Versuch genial geworden wäre – da bin ich eigen! 😀

    1. Hallo Janna,ich war doch sehr gespannt, wie ein anderer, eine sehr bekannte Figur, weiterentwickeln möchte und habe mich auf das Buch absichtlich eingelassen. Im Großen und Ganzen ist es auch nicht schlecht. Das größte Problem des Buches ist eben, dass es sich den Vergleich gefallen lassen muss. Dabei war ich noch einigermaßen "gnädig", da es schon sehr lange zurückliegt, dass ich einen Hercule Poirot – Krimi gelesen habe. Aber dieser Poirot fühlt sich anders an, er fühlt sich tatsächlich neu an. Deshalb denke ich, die Autorin hätte einen eigenen Ermittler erfinden sollen und alles wäre gut gewesen. Ein an sich lesenswertes Buch, das eben leider oder glücklicherweise? nicht an das Original heranreicht.Jedenfalls verpasst du nichts, wenn du es nicht liest! Wünsche dir einen schönen letzten Arbeitstag in dieser Woche, auch wenn er für dich sehr anstrengend wird!GlG, monerl

    2. Hab den Tag überlebt und liege mit Lappi nun völlig fertig auf dem Sofa und klick mich so durchs Internet :DIch finde es mutig, sich an solch eine Figur – aus der Feder der Queen of Crime – heranzutrauen, aber mein Vergleich wäre zu einnehmend. Und an Agatha CHristie kommt man einfach nicht ran. Ich denke ich wäre schon sehr kritisch und hätte keine Freude an der Geschichte, von daher lass ich es. Hab ein feines Wochenende!

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