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[Buchvorstellung] Die Prophezeiung des magischen Steins – STEPHAN M. ROTHER

7. September 2018

#47 Kurzmeinung


Buchbeschreibung

High Fantasy für Leser von 12 bis 99 Jahren – von Bestsellerautor Stephan M. Rother.

Er ist ein Meisterwerk der alten Elben, eine der mächtigsten Schöpfungen ihrer Magie: der singende Stein. Dass ausgerechnet Dafydd, Lehrling des Barden Palatin, der Träger des magischen Steins sein soll, um dessen Besitz Kriege geführt wurden, vermag er kaum zu glauben. Und doch findet er sich bald mit Palatin, Prinzessin Livia, einem Gnom, einem Zwerg und der schrulligen Hexe Morgat im größten Abenteuer seines Lebens wieder.
Können die Gefährten verhindern, dass das Land, wie sie es kennen, vergeht? Und kann die Magie des Steins auch Dafydds persönliches Glück beeinflussen? Denn trotz aller Standesunterschiede schlägt sein Herz für Prinzessin Livia …


Kurzmeinung:

  • Genre: Fantasy
  • Handlung: Dafydd, ein etwas zurückhaltender Junge, der noch alles vor sich hat, das Leben zu erkunden beginnt, schmerzlich verliebt ist in die unerreichbare Prinzessin, wurde auserwählt, Träger des magischen Steins zu sein. Es gibt Unruhen im Land und alle Sterne stehen auf Krieg. Können er und seine Gefährten mit Unterstützung der Magie und des ungewöhnlichen Steins noch alles zum Guten wenden?
  • Charaktere: Der Autor hat eine interessante Gruppe zusammengestellt, die sich in die Fantasywelt von Elben, Zwergen, Hexen, Gnomen unvm. sehr gut einfinden. Ein jeder hat seine Stärken und Schwächen und seinen eigenen Wiedererkennungswert. Leider konnte ich gerade zur Hauptfigur Dafydd keinen richtigen Bezug finden. Der Funke wollte einfach nicht überspringen. Hingegen begeisterte mich die Hexe Morgat umso mehr. Mit ihrer erfrischenden, vorlauten Art mischte sie immer wieder alles und jeden auf.
  • Spannung: An Spannung hatte ich deutlich mehr erwartet. Das ist auch mein größter Kritikpunkt. Rother kann schreiben und vor allem beschreiben. Doch hier hatte ich oftmals das Gefühl, dass es mir zu viel ist. Die Geschichte kam mir viel zu langsam in Gang und ich musste an einigen Stellen aufkommende Langeweile überwinden.
  • Schreibstil: Der Autor hat einen sehr eigenen Schreibstil, mit dem er sich von vielen anderen Autoren abhebt. Durch seine bildhafte Sprache erschafft er eine in sich stimmige Welt, die man sich sehr gut vorstellen kann. Obwohl er hier, da es sich um ein Jugendbuch handelt, das sprachliche Level recht niedrig hält, erscheint mir die Sprache für eine*n 12-jährige* Leser*in doch noch zu anspruchsvoll. Etwas ältere Jugendliche, die versierte Fantasyleser sind, werden aber gut zurechtkommen. Die Geschichte ist auch mit viel Wortwitz gespickt. Für Leser, die es gerne humorvoll mögen, genau richtig. Ich persönlich bevorzuge die etwas ernsteren Geschichten. Wenn Humor unbedingt sein muss, dann doch lieber der schwarze.
  • Ende: Der Schluss erschien mir etwas zu hastig. Hier hätte der Autor gerne noch ein paar Seiten mehr hinzufügen dürfen. Dennoch schlüssig und rund.
  • Fazit: Ein insgesamt interessantes Buch aus dem Bereich High Fantasy, das den Leser in die typische und ursprüngliche Welt der magischen Geschöpfe führt. Die Abgeschlossenheit der Geschichte, der Humor und die detailhaften Beschreibungen werden junge Leser begeistern können. Wer den Alltag mal ausschließen und sich auf einen märchenhafte Reise begeben möchte, ist bei diesem Buch genau richtig. Wer ernstere und tiefer ausgearbeitete Fantasygeschichten bevorzug, dem rate ich zur “Erwachsenenliteratur” des Autors zu greifen.


Weitere Rezensionen

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Ich danke dem Thienemann-Esslinger Verlag sowie netgalley, die mir freundlicherweise das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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  1. Huhuuuuu,

    vielen lieben Dank fürs Verlinken :*
    Ich sehe, dich konnte das Buch auch nicht ganz überzeugen, ging mir ja ähnlich. War einfach irgendwie seltsam, nachdem ich andere Bücher von ihm wirklich richtig genial finde. Aber ich werde es wohl wie du machen, mich eher im Erwachsenenbereich tümmeln 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Jacqueline

    1. Hallo Jacqueline,
      es war gar nicht so einfach, eine Rezi zu finden, die unter vier Sterne geht und die Kritik angemessen benennt. Ich freue mich ja für den Autor, dass das Buch so gut ankommt! Ich habe ihn letztes Jahr persönlich auf der FBM getroffen und er ist sehr sympathisch! Umso trauriger war ich, dass mich das Buch nicht so ganz packen und überzeugen konnte. Aber man kann halt nicht jedes Buch möchen. Ich mag auch lieber Erwachsenenliteratur. Das hat mir das Buch wieder vor Augen geführt. Und da ist der Autor mit seinem sprachlichen Ausdruck sehr außergewöhnlich. 🙂
      GlG, monerl

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