Madeiraschweigen
Krimi / Thriller / Spannung / Abenteuer | Rezensionen

[Buchvorstellung] Madeiraschweigen (Avila Mysteries 3) – JOYCE SUMMER

24. August 2020

#382 Rezension
#WirLesenFrauen

 

Buchbeschreibung

WER SCHÖN SEIN WILL, MUSS LEIDEN

Madeiras Damen sind glücklich. Endlich gibt es eine Schönheitsfarm nur für sie. Auch Leticia Avila und ihre Freundin Inês zieht es sofort in den Tempel der Schönheit. Mit Schlammpackungen, Peelings und Massagen lassen es sich die beiden gut gehen. Dann aber machen sie die Bekanntschaft der unangenehmen Journalistin Sofia Lima, die auf den Spuren Kaiserin Sisis die Insel und das Personal der Schönheitsfarm in Unruhe versetzt.

Comissário Avila passt derweil auf seine kleine Tochter auf und denkt darüber nach, seine Arbeit im Polizeipräsidium zugunsten seiner Familie zu reduzieren.
Doch als ein paar Tage später die abgetrennte Hand der Journalistin und kurz danach ihre Leiche auf dem Gelände eines ehemaligen Nonnenklosters gefunden wird, muss er sich entscheiden: Will er weiter den Hausmann geben oder sein Team rund um Subcomissário Vasconcellos unterstützen – vor allem, da Avila den Hauptverdächtigen besser kennt, als ihm lieb ist.

 

Meine Meinung

Ich freue mich immer sehr auf einen neuen Band mit Comissário Avila. Mittlerweile ist er mir mit seiner Liebe zu Kaffee, gutem Essen und Nachtisch richtig ans Herz gewachsen. Von Band zu Band entwickelt sich auch sein Privatleben mit Höhen und Tiefen. Die kleine Tochter wächst und er erlebt den Alltag als Ehemann und Familienvater.

Anderereits lernt man auch immer mehr seine Truppe kennen und schätzen. Sie werden plastischer und tiefer. Es ist wie bei Bekannten, die dann zu Freunden werden, wenn man sie besser kennenlernt. So fühlt es sich für mich mit Joyce Summers Charakteren an.

In vorliegendem Teil verbindet die Autorin wieder Historisches von Madeira mit dem Kriminalfall. Wir erfahren etwas über Kaiserin Sisi als ältere Frau, die damals, als sie erneut auf Madeira war, so in ihren Fünfzigern gewesen war. Immer auf der Suche nach der ewigen Jugend und Schönheit. Und hier ist die Verbindung zu Avilas Fall.

Auch mit dem dritten Band schafft es Joyce Summer wieder einen interessanten “Wohlfühlkrimi” vorzulegen. Das Schöne am Cosy-/Cozy-Krimi ist ja, dass er interssant und spannend ist, ohne zu schauderhaft, zu blutig oder zu nervenaufreibend zu sein. Beim Lesen wünschte ich mir auch dieses Mal wieder die Insel durch Avilas Augen betrachten zu können, mit ihm und seinem Hund Urso gemütlich durch die Gassen zu schlendern und mit seinem besten Freund Carlos einen Absacker bei Anna zu trinken. Irgendwie gibt jeder weitere Teil der Serie einem das Gefühl von “nach Hause” kommen.

Der Kriminalfall und die Verwicklungen gefielen mir auch im vorliegenden Band, aber irgendwie fehlte es etwas an Spannung. Der Teil bis zum Tode der Journalistin hätte durchaus länger gehen dürfen, wie auch zum Schluss die Suche nach der*dem Mörder*in. In diesen beiden Punkten war mir der Krimi etwas zu gemütlich.

 

Fazit

Wer keinen Krimi lesen will, bei dem man vor Angst die Fingernägel abkaut, aber auch keine lustigen Regionalkrimis mag, ist mit Joyce Summers Cosy-Reihe sehr gut bedient:  Angenehme Figuren, eine traumhaft schöne Insel, ein bisschen historisches Wissen gepaart mit Spannung. Ich jedenfalls warte jetzt wieder voller Freude auf Band 4.

 

Weitere Rezensionen

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Ich danke der Autorin Joyce Summer, die mir freundlicherweise das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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  1. Liebe Monerl!

    Es freut mich auch jetzt noch, dass es dir Spaß macht, die Reihe weiterzulesen, ich hab nicht vergessen, dass ich sie dir mal ans Herz gelegt hab 😀 . Mir geht es übrigens mittlerweile ähnlich, es ist so ein bisschen wie ein Nachhausekommen zu Freunden, die man ne ganze Weile nicht gesehen hat und wo man einfach wissen will, wie es ihnen mittlerweile geht. Ich mag ja auch die neue Figur, den Hundeführer, wirklich gern, den Joyce im letzten Band eingeführt hat. Aber ich verstehe dich sehr gut, wenn du das Gefühl hast, dass dieser Teil im Vergleich zu “Madeirasturm” etwas weniger dramatisch abgelaufen ist. Wobei ich bei einer Szene schon kurz das Gefühl hatte, mir bleibt das Herz stehen, es ist doch nicht …. X …. passiert (Spoiler-frei zu kommentieren, ist manchmal echt schwer 😀 ).

    Ganz liebe Grüße
    Ascari

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