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Rezensionen | Sachbuch

[Buchvorstellung] OPEN: An Autobiography – ANDRE AGASSI

5. November 2019

#316 Rezension

 

Buchbeschreibung

Englisch:
Far more than a superb memoir about the highest levels of professional tennis, Open is the engrossing story of a remarkable life.

Andre Agassi had his life mapped out for him before he left the crib. Groomed to be a tennis champion by his moody and demanding father, by the age of twenty-two Agassi had won the first of his eight grand slams and achieved wealth, celebrity, and the game’s highest honors. But as he reveals in this searching autobiography, off the court he was often unhappy and confused, unfulfilled by his great achievements in a sport he had come to resent. Agassi writes candidly about his early success and his uncomfortable relationship with fame, his marriage to Brooke Shields, his growing interest in philanthropy, and—described in haunting, point-by-point detail—the highs and lows of his celebrated career.

 

Deutsch:
Zum Wunderkind erkoren, zum Tennis getrieben, wurde aus Andre Agassi der rebellische Superstar auf dem Centre Court, eine Pop-Ikone der Achtziger. Kaum stand er ganz oben auf der Weltrangliste, stürzte er ab – und fiel tief. Sein spektakuläres Comeback und seine Liebe zu Stefanie Graf machten ihn zu der überragenden Persönlichkeit, die er heute ist. Er fördert die Schulbildung benachteiligter Kinder und kann ihnen das geben, was sein Triumph ihn selbst gekostet hat. Das sensationelle Selbstporträt eines begnadeten Tennisspielers, der über sich selbst hinausgewachsen ist.

 

Meine Meinung

Über dieses Buch bin ich zufällig durch meine Bloggerfreundin Heike von Irve liest gestolpert. Da ich mich für (Auto)Biografien sehr interessiere, stach mir diese hier sofort ins Auge. Ich bin kein Tennisfan aber als Kind der 80er Jahre ist mir Andre Agassi dennoch bekannt. Ich erinnere mich sehr gut an den damals noch jungen Mann mit den langen Haaren und den bunten Outfits, der damit unvergesslich geworden ist, da er deutlich aus der Masse hervorstach. Auch habe ich hin und wieder mal in sein Spiel hineingeschaut, einfach um ihn ein bisschen zu beobachten.

Ich persönlich mag Sport sehr gerne, betrieb ihn jedoch immer nur als Hobby. Deshalb habe ich mir auch nie wirkliche Gedanken darüber gemacht, wie es Menschen wie Andre Agassi mit einen Sport als Beruf, mit dem man sein Geld und Leben bestreitet, ergeht bzw. erging oder wie sie zu diesem Sport gekommen sind. Andre erzählt in seiner Autobiografie sehr detailliert von seiner Kindheit, dem Drill und seinem Weg zum Ruhm, über das Kennenlernen sowie die Ehe mit Steffi Graf als auch den Schmerzen, die ein so intensiv ausgeübter Sport mit sich bringt. Ebenso nimmt er kein Blatt vor dem Mund und spart nicht an Ehrlichkeit. Der*die interessierte Leser*in erfährt auch von seinen größten Verfehlungen und Fauxpas, die er sich im Laufe der Jahre geleistet hatte.

Andre Agassi lässt uns hinter das Idol blicken und zeigt uns den Menschen Andre, der nie die Chance erhalten hatte etwas anderes zu machen als Tennis zu spielen. Als Kind schon musste er den Traum seines Vaters leben und wahr werden lassen und hasste Tennis zeit seines Lebens.

Und nachdem ich dieses Buch gehört habe, ist mir der Mensch Andre Agassi noch sympathischer, als er eh schon war. Ich hing an seinen Lippen und mochte das Hörbuch kaum weglegen. Ich bewundere diesen Menschen, wie er sich aus jedem Tief wieder aufrappeln konnte und das Glück hatte, mit Steffi Graf eine Seelenverwandte zu finden, die in ihm das Beste hervorholen konnte, im Gegensatz zu Brooke Shields. Er ist immer menschlich geblieben, hat sich seine Empathie gegenüber benachteiligten Kindern erhalten und tut auch noch einiges für sie.

Es ist schön zu wissen, dass solche Promis und Persönlichkeiten, die quasi ein öffentliches Leben hatten und ertragen mussten, es schaffen konnten, nach dem Ende ihrer Tenniskarriere, fast ganz aus der Öffentlichkeit zu verschwinden und glücklich zu werden.

 

Fazit

Auch wenn dieses Buch nun fast auf den Tag genau 10 Jahre alt ist, ist es absolut empfehlenswert! Auf Englisch sehr verständlich auch für Leser*innen bzw. Hörer*innen, die nicht mehr täglich Englisch sprechen oder hören. Für Tennisfans gleichermaßen interessant wie für Leser*innen, die lediglich mehr wissen wollen über den Menschen hinter dem Tennisprofi oder auch interessiert sind zu erfahren, was “Wunderkinder” auf dem Weg zum selbstbestimmten Leben so alles durchmachen müssen.

Das englische Hörbuch ist im Gegensatz zum deutschen ungekürzt. Das zur Info für alle, die auch so wie ich, fast ausschließlich ungekürzte Hörbücher hören wollen.

 

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  1. Hi monerl,
    Blinkist hat vor einiger Zeit einen Blink zur deutschen Ausgabe der Autobiographie gebracht, das fand ich sehr interessant.
    Momentan hab ich ja noch ein Mammutprojekt als Hörbuch, ich höre nämlich die Gesamtausgabe von “Der Turm” von Stephen King :D, und danach kommt der Gesang der Flußkrebse, aber die Idee, Agassis Autobiographie auf englisch zu hören, find ich toll. Ich lese beruflich häufig Englisch, aber das Hören kommt doch etwas zu kurz. Eine gute Idee.
    Irgendwie tragisch, dass er etwas, in dem er so gut war, nicht recht lieben konnte, gell?
    LG
    Daniela

    1. Hey Daniela,
      ich dachte ja erst, dass das Buch ganz neu ist. Hatte es bisher noch nirgendwo gesehen. Erst im Laufe des Hörens und Surfens (denn ich las parallel viel im Internet über Andre, auch schaute ich das eine oder andere Match auf YouTube – wollte das sehen, wovon er erzählte) wurde mir klar, dass das Buch alt ist und dann sah ich das Erstveröffentlichungsdatum von November 2009. Nichtsdestotrotz ein super Buch!
      Wenn du eh viel mit Englisch zu tun hast, wird dir das Hörbuch sehr gefallen. Es ist gut verständlich. Der Sprecher spricht ein für mein Ohr sehr gutes Amerikanisch! Bin gespannt, was du sagst.
      Ich werde warten, denn ich sehe ein, dass das Buch noch ein kleines Weilchen warten muss. Hast ja noch einiges vor dir! hihi
      Das Flusskrebsebuch war auch so schön! Hoffentlich wirst du es auch so mögen wie ich!
      Es ist total tragisch, dass er Tennis so gehasst hat, aber nichts anderes konnte, weil er ausschließlich in Tennis gefördert wurde. Doch er und Steffi lassen ihren Kindern dafür absolut freie Wahl. Immerhin haben beide was daraus gelernt. 🙂
      GlG, monerl

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