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[Buchvorstellung] Stille Schwester (Henry Frei 2) – MARTIN KRIST

12. Februar 2019

#57 Kurzmeinung
#VomSuBbefreit #Gehört und Gelesen

 

Buchvorstellung

DU BIST GLÜCKLICH? BALD BIST DU TOT! Seit Monaten treibt ein Serienkiller sein perfides Spiel in der Hauptstadt: Auf heimtückische Weise erdrosselt er die Frauen, verwandelt ihre Leichen in groteske Kunstwerke. Es gibt keine Verbindung zwischen seinen Opfern. Er hinterlässt keine Spuren. Kommissar Henry Frei und sein Team stehen vor einem Rätsel.

Die Beziehung von Rebecca und Andreas könnte glücklicher nicht sein. Bis sie seinen Lügen auf die Schliche kommt. In ihr keimt ein furchtbarer Verdacht. Wer ist Andreas wirklich? Der zweite Fall für Kommissar Henry Frei.

 

Kurzmeinung

  • Genre: Krimi, Thriller
  • Handlung: Auf der Suche nach dem Serienkiller und dem Motiv wird die Zeit sehr knapp. Insbesondere das verbindende Motiv der Opfer fehlt. Dabei fällt der Blick wieder auf den Ex-Kollegen Marek. Irgendwie führt eine Spur zu ihm. Doch kann das sein? Marek, vom Polizisten zum Serienmörder? Und wie passt Rebeccas Herzensmann Andreas in die Geschichte?
  • Charaktere: Kriminalkommissar Frei hat auch im zweiten Band seine Ticks, die Wiedererkennungswert haben, dieses Mal aber nicht so in den Vordergrund rücken. Kollegin Albers versucht ihren Beruf, ihr Muttersein und ihre Ehe unter einen Hut zu bringen, was nicht immer leicht fällt, vor allem nicht, weil sie gesundheitlich ziemlich angeschlagen ist. In diesem Band knabbert sie nicht permanent an Karotten, sondern kämpft gegen ihre Erkältung und ihre Schniefnase an. Rebecca, die den zweiten Handlungsstrang dominiert, wird gut porträtiert und glaubwürdig in Szene gesetzt. Gegen Ende aber war sie mir zu zurückhaltend und schon fast naiv.
  • Spannung: Auch hier wird wieder durch häufige Perspektivenwechsel und mehrere Handlungsstränge, die erst kurz vor Schluss die Verbindung zueinander offenbaren, die Spannung nach oben getrieben. Zusätzlich gibt es zwischendurch E-Mails an Frei, die außerhalb der Handlung zu sein scheinen, aber den Bezug zum Buchtitel herstellen. Wer ist diese Schwester, über die der Verfasser schreibt? Und warum geht das Ganze an Kriminalkommissar Frei? Die kurzen Kapitel mit jedesmal einem Cliffhanger an ihrem Ende treiben zwar die Spannung nach oben, doch auf die Dauer finde ich die Entwicklung der Story zu rasant. Es gibt kaum Atempausen, um sich das Geschehen vorzustellen und mal darüber nachzudenken. Es kommt so ein bisschen das Gefühl auf, man würde durch das Buch rennen.
  • Schreibstil: Direkte und ab und an flapsige Sprache. Auf manche ekligen Details hätte ich wunderbar verzichten können. (Hierzu nenne ich mal das Stichwort -Erkältung / Nase läuft-.) Martin Krist schreibt flüssig und setzt auf flotte Handlungsentwicklung. Dabei schafft er aber eine schön düstere Atmosphäre vor der Kulisse Berlins.
  • Ende: Teil 2 dieser Trilogie endet mit einem noch fulminanterem Ende und Cliffhänger als Teil 1. Hier wird die Brücke zu etwas größerem gebaut, das mit Alana und ihrem Verschwinden zu tun hat, was den Reiz auf den Abschlussband erhöht.
  • Hörbuch: Der Sprecher hat in diesem Band gewechselt, was ich sehr positiv bewerte. Stefan Lehnen passt sehr gut zur Geschichte und setzt sie auf seine Art gut um.
  • Fazit: Insgesamt wieder ein typischer Krist – Krimi, der mich aber nicht ganz überzeugen konnte. Durch die schnellen Kapitelwechsel empfand ich ihn als ein bisscher zu wirr. Die Handlung um den Mord sagte mir dieses Mal nicht ganz so zu bzw. ich fand sie nicht so interessant wie im 1. Teil. Ein paar Seiten mehr und etwas größere Ruhephasen im Aufbau würde ich in Zukunft bevorzugen. Dennoch bin ich auf den letzten Teil sehr gespannt, wie und ob alles miteinander ins Bild passen wird. Hoffentlich ist dies also nur ein typischer, etwas schwächelnder mittlerer Teil einer Trilogie, dessen Schwächen vom Finale ausgeglichen werden.


Weitere Rezensionen

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  1. Cliffhanger, oh je … das ist etwas, das ich überhaupt nicht mag. Es gibt nur wenige Autoren, die für meinen Geschmack diesen Kniff, an die Kapitelenden kleine Cliffhanger zu setzen, wirklich gut beherrschen (Chris Carter ist der Meister darin und bei seinen Büchenr mag ich es auch wirklich gern). Und am Ende eines Buches einen Cliffhanger zu hinterlassen finde ich sowas von gemein 😉
    Das führt natürlich auch dazu, dass ich so eine Trilogie erst beginne, wenn der dritte Teil erschienen ist. Dann kann ich vorher schon Meinungen einholen, ob der Abschlussband alles gut abrundet und muss bei den Cliffhangern am Ende von Band 1 und 2 nicht zu lange warten, sondern kann gleich weiterlesen.
    Heißt für mich: Ich behalte Kommissar Frei im Auge 🙂

    LG Gabi

    1. Ja, ich weiß absolut was du meinst und ich bin genauso! Hätte ich das gewusst, hätte ich ganz sicher noch gewartet. Der letzte Teil soll ja bald kommen, wenn ich mich nicht irre. Diese vielen Kapitel-Cliffhänger waren mir dieses Mal etwas zu viel. Ich hoffe, dass der Autor mit der Zeit wieder etwas mehr Ruhe in seine Thriller bringt. Sie sind schon fast Filme im Hörformat. Ab und an ganz nett aber auf Dauer wird mir das nicht gefallen, das weiß ich genau.
      GlG, monerl

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