Was uns verbindet
Rezensionen | Roman / Gegenwartsliteratur / Liebe / Romantik / Chick-Lit

[Buchvorstellung] Was uns verbindet – SHILPI SOMAYA GOWDA

6. September 2020

#383 Rezension
#WirLesenFrauen

 

Buchbeschreibung

Eine Familie verliert und findet sich – der neue anrührende und fesselnde Roman der kanadischen Bestsellerautorin.

In »Was uns verbindet« erzählt die Bestsellerautorin Shilpi Somaya Gowd die Geschichte einer Familie, die durch eine unerwartete Tragödie in ihren Grundfesten erschüttert wird. Nachdem Jaya als vielgereiste Tochter eines indischen Diplomaten Ende der 80er-Jahre den amerikanischen Banker Keith Olander in einem Londoner Pub kennenlernt, geht alles ganz schnell: Sie kaufen ein Haus in einem Vorort, heiraten und bekommen zwei Kinder, Karina und Prem. Alles scheint perfekt, bis an einem Nachmittag ihr Glück unwiderruflich zerstört wird. Was passiert, wenn ein Schicksalsschlag das Leben plötzlich von Grund auf verändert? Wie findet man danach zurück in den Alltag? Mit empathischem Blick beschreibt Gowda die individuelle Reise von vier Familienmitgliedern auf ihrem Weg von einer schmerzvollen Vergangenheit in eine hoffnungsvolle Zukunft. Ein Weg, der allen Familienmitgliedern einiges abverlangt, nämlich die Bereitschaft, die anderen anzunehmen, wie sie sind oder wie sie werden – ohne Bedingungen.

 

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Kindstod, Ertrinken

Meine Meinung

Als ich hörte, dass die Autorin ein neues Buch geschrieben hat war ich Feuer und Flamme, denn “Geheime Tochter” war für mich ein Lesehighlight. Deshalb waren meine Erwartungen recht hoch.

Das Buch beginnt sehr interessant. Eine junge Frau geht ins Wasser. Es sieht danach aus, als wollte sie sich umbringen. Ein Mann verfolgt diese Szene, die ihm seltsam vorkommt und ruft den Notarzt.

Nach diesem Vorspann beginnt die eigentliche Geschichte. Wir lernen die Familie Olander kennen, Keith, Jaya, Karina und Prem. Eine amerikanisch-indische Familie, die aus London in die USA ausgewandert ist. Sie sind wohlhabend, glücklich und doch etwas anders als die anderen. Vor allem sieht und spürt das die ältere Tochter Karina, der, im Gegensatz zu ihrem jüngeren Bruder Prem, äußerlich die indischen Wurzeln anzusehen sind. Doch das Geschwisterpaar ist sich sehr nah und ist eng miteinander verbunden. Bis zu dem Tag, an dem das Schicksal schlimm zuschlägt.

Die Autorin verarbeitet hier das Thema Tod eines Kindes und die Fragen, wie leben die restlichen Familienmitglieder damit, wie gehen sie mit der Schuldfrage um, wird es sie zusammenschweißen oder wird die restliche Familie auseinanderbrechen?

Doch, obwohl dies ein sehr trauriges Thema ist, konnte mich das Buch auf der Gefühlsebene leider überhaupt nicht abholen. Die Geschichte langweilte mich die meiste Zeit. Mir fehlte eine gewisse Struktur in der Erzählweise, die mich fesseln würde. Hier wollte Shilpi Somaya Gowda m.M.n. zu viel. Sie erzählt in ihrem Buch sehr viel über all das, was die Familie getrennt hat, als, wie im Titel angegeben, was sie verbindet. Da halfen auch die Kapitel aus dem Jenseits nicht, in dem die Leserschaft Dinge aus Sicht des toten Kindes erfährt. Das war mir irgendwie zu abgehoben.

Das Ende kam unausgegoren und plötzlich daher. Vieles ist zu abrupt überwunden und alle blicken in eine hoffnungsvolle Zukunft. Einerseits schön, andererseits fehlte mir der ausgereifte Weg dortin. Sehr schade!

 

Fazit

Ein Buch mit einem interessanten Thema, das mir inhaltlich jedoch zu zerstückelt war. Vielleicht sollte das den Bruch der Familie nach dem Tod des geliebten Familienmitglieds darstellen, wie zerstückelt sie sich dadurch vorkamen und auch waren. Doch dies reichte nicht, um mich zu fesseln. Ich hoffe deshalb auf ein neues Buch der Autorin.

 

Weitere Rezensionen

– wird nachgetragen –

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Ich danke Vorablesen sowie dem KiWi Verlag, die mir freundlicherweise das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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