Zu viel und nie genug
Rezensionen | Sachbuch

[Buchvorstellung] Zu viel und nie genug – MARY L. TRUMP

31. August 2020

#77 Kurzmeinung
#WirLesenFrauen #Gehört und Gelesen

 

Buchvorstellung

Das wahre Gesicht von Donald Trump – intime Details aus der Familiengeschichte des US-Präsidenten.

Mary L. Trump, Nichte des US-Präsidenten und promovierte klinische Psychologin, enthüllt die dunkle Seite der Familie Trump. Sie schildert, wie Donald Trump in einer Atmosphäre heranwuchs, die ihn für sein Leben zeichnete und ihn zu einer Bedrohung für das Wohlergehen und die Sicherheit der ganzen Welt machte. Mary Trumps Insiderperspektive in Verbindung mit ihrer fachlichen Ausbildung ermöglicht einen einmaligen Einblick in die Psyche des unberechenbarsten Mannes, der je an der Spitze einer Weltmacht stand.

 

Kurzmeinung

  • Genre: Biografie
  • Handlung: In dieser Biografie zeigt Mary L. Trump, die Nichte des derzeitigen Präsidenten der USA, in was für einer Familie sie und natürlich auch Donald Trump aufgewachsenen sind. Damit liefert sie Hintergründe für das narzistische, egoistische, empathielose und aggressive Verhalten von Donald Trump.
  • Charaktere: Sehr interessant finde ich, wie die Autorin über die Beschreibung und Biografie der gesamten Familie und insbesondere ihres Vaters Frederick Trump, genannt Freddy, den Charakter von Donald Trump aufzeigt und offenlegt.
  • Schreibstil: Obwohl die Autorin selbst Teil dieser Familie ist, über die sie schreibt, gelingt es ihr recht gut subjektiv, aber doch nicht zu emotional über ihren Großvater als Patriarch der Trump-Familie und Donald zu schreiben. Ihr Schmerz und ihre Enttäuschung sind selbstverständlich zwischen den Zeilen spürbar. Aber alles in allem ist Mary L. Trump dennoch sehr professionell.
  • Hörbuch: Das deutsche wie auch das englische Hörbuch sind empfehlenswert! Nicole Engeln schafft es mit ihrer Stimme und Sprechart, dass ich ihr sehr gerne zuhörte. Der Reiz am Original ist, dass es von Mary L. Trump selbst eingelesen wurde. So bekommt man, zumindest akustisch, einen Eindruck von der Frau, die sich traute, von der Familie zu berichten, die Donald zu dem Menschen gemacht hat, der er heute ist.
  • Fazit: Aus meiner Sicht ein sehr lesens- und hörenswertes Buch, das zwar keine neuen Erkenntnisse über Donald Trump bringt, jedoch verstehen lässt, wie dieser Familienclan aufgebaut wurde und warum er so tickt, wie er tickt. Mary L. Trump bestätigt vieles, über das schon gemunkelt wurde. Sie zeigt die Unverfrorenheit eines Lebens in Luxus, obwohl kein Geld da ist (Donald Trump), sie zeigt die Bestrafung / Ausschluss von Familienmitgliedern, die sich nicht in der “Trump-Linie” befinden (Freddy Trump, wie auch alle seine Nachkommen), sogar wenn sie noch Kinder sind und keine Einfluss auf bestimmte Umstände haben (kranker Neffe von Mary L. Trump). Sie zeigt die volle Härte des Großvaters, wie auch der Großmutter gegenüber ihren Kindern, Drohungen und Entzug von Geld, Annehmlichkeiten, Krankenversicherung, Wohnung usw. Mein Fazit ist: Der “Trumpclan” ist eine Familie, die nichts besser kann als blenden und intrigieren. Sie sind aggressiv, rassistisch und eine Familie, die ich nicht einmal meinem schlimmsten Feind wünschen würde! Es bleibt nur zu hoffen übrig, dass den USA sowie der Welt, eine weitere Amtszeit von Donald Trump erspart bleibt!

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  1. Hallo und guten Tag,

    interessant fand ich persönlich, dass es da auch gerade eine Blogtour gab und man nicht nur über Mister Trump sondern auch die anderen Präsidenten viel erfahren hat.

    LG..Karin..

      1. Hallo Monerl,

        zum 1.Mal gesehen habe ich es auf den Seiten von der Bloggerin Aleshanee von Weltenwanderer entdeckt…
        Da gibt es die Rubik …Gewinnspiele/Aktionen.

        lesenundmehr.world.press.com..tinaliestvor.de…..usw. ging von 24.08-28.8.2020
        Vielleicht zum Nachlesen/Info noch ganz interessant….

        O.K….LG..Karin…

        1. Liebe Karin,
          hab jetzt die Blogtour gefunden, die du gemeint hast. Bei der geht es um ein anderes Buch über Trump “Der Raum, in dem alles geschah” von John Bolton. Das habe ich auch hier liegen und werde es demnächst lesen. Meine Rezension dazu wird natürlich dann auch hier erscheinen. Liest du auch solche Bücher? Interessiert dich, was die Medien alles zu Trump schreiben?
          GlG, monerl

  2. Vielleicht hole ich mir auch mal das Hörbuch. Ich hoffe auch, eine zweite Amtszeit bleibt uns allen erspart, aber ich habe wirklich Angst, dass er mit seinen ganzen Manipulationen Erfolg hat.

    1. Ich glaube, alle haben Angst, bis auf seine Anghänger und die, die nach seiner Erlösung auf den Demos in Berlin rufen…
      Es bleibt, wenn man den Medien glauben kann, ein echtes Restrisiko, dass er tatsächlich wiedergewählt werden könnte. Für mich unbegreiflich, denn ich denke, die Masse der Menschen hat begriffen, was für ein (schlechter) Mensch und Präsident er ist. Aber bekanntlich gibt es nichts, was es nicht gibt auf dieser Welt…
      Es ist ein sehr persönliches und schon deshalb sehr lesens- und hörenswertes Buch.
      GlG, monerl

      1. Was mich wirklich nervös macht, ist, dass Hilary Clintons Umfragewerte vor 4 Jahren ähnlich gut waren wie die von Biden jetzt. Es ist wirklich nicht nachzuvollziehen, wieso sie Trump so lieben. Gerade die Religiösen sollten doch erkennen, was er ist.

        1. Ja, verstehe dich nur allzu gut! Der Fehler damals war, dass die Demokraten nicht verstehen konnten (wollten), dass Hilary Clinton von der Mehrheit nicht gemocht und akzeptiert wurde. Sie stand für all das “Alte”. Somit gab es wohl wirklich viele Protestwähler, die gerade deshalb Trump wählten, ohne ihn wirklich zu wollen. Hätten die Demokraten damals auf Sanders umgeschwenkt, wäre vielleicht alles gut gewesen. Aber wer weiß das wirklich?!
          Heute ist das mit Biden hoffentlich anders.
          Trump profiterte auch wegen diesem ungerechten Wahlmänner-System in den USA. Er hatte gar nicht die Mehrheit der Stimmen, aber die Mehrzahl dieser bedeutenden Wahlmänner. Wir können nur zittern und hoffen, dass im November alles besser wird. Trump bereitet schon seit Monaten alles für seine Niederlage vor. Es gibt kaum einen Tweet oder Bericht von ihm, indem er nicht darauf aus ist, die zukünftige Wahl zu diskreditieren. Er will das jetzt schon in die Köpfe der Leute pflanzen, sodass alles flutscht, wenn er die Wahl nicht annehmen und nicht anerkennt. Ich bin SO gespannt!

  3. Danke für den Link, aber das was du über das Hörbuch geschrieben hast, macht mich irgendwie Neugierig wegen einem Hörbuch! Und dies kommt bei mir eher sehr sehr selten vor…..

    1. Hallo Markus,
      ich habe deine Rezension gerne verlinkt.
      Ich lese und höre ein Buch sehr gerne. Beim Hörbuch kann man sich wirklich zurücklegen und sich nur auf das Gesagte konzentrieren. Oftmals kommt so auch eine Geschichte anders / besser rüber. Ich finde, dass sich gerade beim Hörbuch zeigt, ob die Autor*innen es geschafft haben, Atmosphäre zu schaffen.
      Bei (Auto)Biografien dagegen mag ich sehr, durch die Stimme des*r Autor*in ihnen etwas näher zu sein. Du hörst Bücher nicht so oft, oder? Allein mein Zeitmangel hat mich zu Hörbüchern geführt. Doch heute möchte ich sie nicht mehr missen!
      GlG monerl

  4. Hallo Monerl

    Da ist sie ja die Rezi. Auf die habe ich gewartet. Ich bin mit dir fast einer Meinung. Nach meinem Geschmack wurde zuviel von Marys Vater erzählt. Überhaupt hätte das Cover die ganze Familie zeigen können.
    Ich mag das auch gerne. Lesen und Hörbuch. Das ist dann sehr intensiv.

    Gerne verlinke ich deine Rezi bei meiner.

    Liebe Grüße,
    Gisela

    1. Liebe Gisela,
      ja, hat ein bisschen gedauert mit der Rezi. Derzeit habe ich nicht so viel Luft, um Rezis zu schreiben. Deshalb auch “nur” eine Kurzmeinung.

      Bei dem Cover stimme ich dir absolut zu! Es wäre sinnvoller gewesen, den ganzen Clan abzubilden. Das hätte sicherlich auch die Erwartungshaltung bei vielen Leser*innen verändert.
      Zu Beginn ist es etwas seltsam, fast ausschießlich über die Großeltern und Marys Vater Freddy zu lesen. Ich gebe zu, ich hatte auch erst gestutzt. Dann aber fand ich es sehr gelungen, wie die Autorin die Abhängigkeiten und Gegensätze der Brüder aufgezeigt hat, indem sie darstellte, wie viel anders ihr Vater war und was es ihm gebracht hatte. Durch Freddys großes Scheitern war Donald überhaupt in der Lage, zu dem zu werden, der er heute ist.
      Und natürlich spielt auch eine Rolle, dass Mary sicherlich das Bild ihres Vater rehabilitieren wollte.
      GlG, monerl

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