Kolyma
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[BücherFIEBER] Kolyma (Leo Demidow 2) – TOM ROB SMITH

15. Mai 2019

Buchvorstellung

Der zweite Band der Thrillerreihe um den Geheimdienstoffizier Leo Demidow

Kolyma – das ist der Vorhof der Hölle. Am äußersten Rand von Sibirien gelegen, tausende Kilometer von Moskau entfernt, gibt es hier nur Steine, Schnee, Permafrost – und Lager. Die schlimmsten Gulags der Sowjetunion. In diese eisige Wüste lässt Leo Demidow sich einschmuggeln, denn seine Tochter wurde entführt, und ihr Leben steht auf dem Spiel. Doch als einer der Mithäftlinge ihn als ehemaligen KGB-Agenten enttarnt, sitzt Leo plötzlich in einer tödlichen Falle …

 

 

Stichworte
 
Thriller, Spionagethriller, Leo Demidow-Trilogie, Russland, Gulag/Lager, Politik, Chruschtschow, Entstalinisierung

 

Handlung 3 - interessant, spannend, manchmal übertrieben
Sprache 5 - flüssig, sehr gut lesbar
Charaktere 4 - mit Erkennungswert, charakterstark, realitätsnah
Thrill 4 - hoch und zum Ende hin steigernd
Ende 5 - gutes, passend, rund, nicht abgehoben

 

Gesamtwertung

 

4,2 / 5

 

Fazit:

Dies ist der zweite Teil der Trilogie um Leo Demidow. Im Vorgängerband “Kind 44” lernen wir Leo und seine Arbeit als KGB-Agenten kennen. Die politische Zeit hat sich geändert. In Russland gibt es große Umbrüche, und als Chruschtschow in einer Geheimrede umfassende Reformen seitens der Staats- und Parteiführung einleitet, sind nicht alle gleichermaßen damit einverstanden.

In dieses politische Szenario strickt der Autor seine Geschichte mit und um Leo Demidow. Für Leo wird es sehr gefährlich, da er in einem Gulag in Kolyma landet und von Mithäftlingen als ehemaliger Agent enttarnt wird. Ab da wird es spannend, gefährlich und gewalttätig. Es wird gefoltert und getötet. Der Titel suggeriert, dass sich der Großteil der Geschichte im Gulag in Kolyma abspielt, dem ist leider nicht so. Der Originaltitel “The Secret Speech” wäre auch in der Übersetzung passender gewesen, da diese Rede der Rote Faden im Buch ist.

Der Schreibstil von Tom Rob Smith lässt ein schnelles und flüssiges Lesen zu, sodass man am liebsten durch das Buch rennen möchte, um zu sehen, was mit seiner Tochter passiert und ob sich zum Schluss noch alles zum Guten wenden wird.

Mir gefiel das Ende. Es ist der passende Abschluss eines rasanten Thrillers, der natürlich nicht ohne Verluste auskommen kann.

Wem Spionageghriller liegen und wer sich ein bisschen für die Geschichte der ehemaligen Sowjetunion interessiert, wird auch mit diesem Buch glücklich sein. 

Nun freue ich mich auf “Agent 6”, der den Abschluss der Trilogie bildet und hoffe, dass mich auch dieser wieder überzeugen wird.

 

   Autor: Tom Rob Smith                                                                                                   #Werbung
   Originaltitel: The Secret Speech
   Verlag: DUMONT /Goldmann / Lübbe Audio / BookBeat / Audible
   Übersetzer: Armin Gontermann (aus dem Englischen)
   Erscheinungsdatum: 09. August 2010
   Spieldauer: 6 Stunden 47 Minuten 
   Version: gekürzt
   Preis: HB gek 4,3569€ / HC gebr. 0,87€ / TB 9,95€/ eBook 8,99€ / im BookBeat-Abo enthalten


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Weitere Rezensionen

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  1. Ich glaube es wird langsam mal Zeit, dass ich den zweiten Band lese, der staubt schon ein … ts!
    Hatte “damals” gehört, dass der Nachfolger nicht so gut sein soll, was ich bei deiner Kritik hier allerdings nicht bestätigt sehe. Gut so 😛

    1. Ja, so ging es mir auch! Dieser zweite Teil subbte wirklich ewig. Der erste Band war besser, spannender. Hier ging es historischer zu, sag ich mal so. Aber das fand ich interessant und sehr gut in die Story eingewebt. Der letzten Teil “Agent 6” hab ich nun ertauscht. Der Plan ist, das Buch recht bald zu lesen, damit diese Trilogie nen Abschluss findet. Drück mir die Daumen, dass es klappen wird. 🙂

      GlG, monerl

  2. Liebe Monerl,

    über “das Straflager” Sibirien würde ich auch gerne mehr erfahren. Zwei Bücher habe ich schon mal gelesen – grauenhaft.
    Ob das hier was für mich ist, weiß icht nicht so recht. Ich glaube, für so einen Thriller muss ich in der richtigen Stimmung sein.
    Aber es hört sich sehr gut an.

    Liebe Grüße
    Petrissa

    1. Liebe Petrissa,
      das Straflager spielt hier zwar eine Rolle, aber nicht die, wie man eigentlich denken würde. Der Protagonist landet dort aus einem bestimmten Grund. Man erfährt ein bisschen was (Historisches) dazu. Aber das Buch spielt nicht ganz in diesem Gulag in Kolyma. Recht bald wird das Straflager hinter sich gelassen. Deshalb denke ich, dass es deine Anforderungen wohl nicht ganz erfüllen wird.
      GlG, monerl

  3. Hey monerl,
    ‘Kind44’ hatte mir sehr gut gefallen auch weil da dieser wahre Hintergrund irre authentisch eingeflochten war. “Kolyma” hatte mich auch gut unterhalten. Besonders diese geschichtlichen Hintergründe die du erwähnst. “Agent 6” kenne ich noch nicht, bin sehr gespannt was du darüber zu berichten hast.
    Liebe Grüße
    Kerstin

    1. Hallo Kerstin,
      “Kolyma” erscheint mir sogar noch ein bisschen politischer als sein Vorgänger, dafür fand ich “Kind 44” etwas spannender. “Agent 6” befindet sich noch nicht in meinem Regal. Muss mal danach Ausschau halten, damit ich diese Trilogie endlich beenden kann. Ich glaube, dass ich bei Tauschticket sicherlich fündig werde. 🙂 Ich werde berichten.
      GlG, monerl

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