Liebe am Papierrand_
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[BücherFIEBER] Liebe am Papierrand – YOKO OGAWA

14. Februar 2021

Buchvorstellung

Der Klang der Liebe

Eine junge Frau, die ein rätselhaftes Ohrenleiden hat, lernt einen Stenographen kennen. Sie fühlt sich auf geheimnisvolle Weise zu ihm hingezogen fühlt, und da das Reden mit ihm ihre Ohren zu heilen scheint, bittet sie ihn, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dank seiner Aufzeichnungen beginnt sie die Rätsel ihrer Vergangenheit zu verstehen. Doch schon bald muss sie erkennen, dass der Stenograph nur eine begrenzte Menge Papier zur Verfügung hat …

 

Stichworte
 
Liebe, Japan, Ohrenleiden, Fingerfetisch, mystisch
 
Handlung 3 - übrsichtlich, es geschieht kaum was
Spannung 3 - subitele Spannung im letzten Drittel
Charaktere 4 - außergewöhnlich
Sprache 5 - poetisch
Ende 2 - zu mystisch

 

Gesamtwertung

 

3,4 / 5

Fazit:

Die Autorin hat eine schöne Art zu schreiben und ihre Ideen zur Story sind außergewöhnlich! Das Buch ist jedoch zu leise, sodass es sich immer nah an der Grenze zur Langeweile bewegt. Im letzten Drittel kommt eine subtile Spannung auf, die leider nicht aufgelöst wird. Ich habe eine andere Geschichte erwartet.

Die junge Frau mit ihrem seltsamen Ohrenleiden verliebt sich weniger in den Stenographen Y als in seine Finger, die so wundervoll geschmeidig Worte in Kurzzeichen der Stenographie festzuhalten vermögen. Eine seltsame „Liebesgeschichte“ wird ersonnen, die sich mir zum Ende hin zu mystisch entwickelt.

Dass mir solche Bücher nicht liegen habe ich bereits über die von Haruki Murakami festgestellt. Deshalb würde ich dieses Buch Fans von Murakami empfehlen und solchen Leser*innen, die nicht unbedingt eine Geschichte verstehen müssen, um sie zu lieben. Wer auf Ohren und/oder Finger steht, könnte mit dem Buch wahrscheinlich auch glücklich werden.

 

Welche Fragen stellte ich mir für die Bewertung? Das Bewertungssysstem kann HIER nachgelesen werden.

Weitere Rezensionen

– wird nachgetragen –


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  1. Hallo liebe Monerle,

    vielleicht haben Japaner auch nur ihre, bestimmte sehr eigene Art Dinge zu interpretieren/zu haben die sich von unserer Schreibkultur doch sehr unterscheidet oder?

    Ich denke, man muss auch nicht alles verstehen auf unserer Welt, aber ein bestimmtes Interesse/Verständnis zeigen…..

    LG..bleib gesund…Karin..

    1. Liebe Karin,
      ich habe schon einige japanische Bücher gelesen und kann dir zustimmen, dass sie anders sind. Jede Kultur hat ihre eigene Gesellschaftsnormen und die finden sich auch in Büchern wieder. In der Regel mag ich japanische und asiatische Literatur sehr gerne. Was ich nicht mag, ist einfach, wenn es zu mystisch und zu spirituell wird. Wenn Themen in Büchern nicht mehr real greifbar sind. Hätte ich das gewusst, dass das Buch so ist, hätte ich es gleich für mich ausgeschlossen. Deshalb lese ich auch keine Haruki Murakami Bücher mehr, weil ich danach immer enttäuscht bin. Es wird eine Spannung aufgebaut, für die es keine Lösung gibt, weil die Lösung im ungreifbaren Mystischen liegt. Das enttäuscht mich dann. So kennt halt jeder nach einiger Zeit seine Lesevorlieben und -abneigungen. 🙂
      GlG, monerl

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