MonerlS Buch-Geplauder
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[Geplauder] Wieso braucht es auch negative Rezensionen?

22. August 2019

#1

Herzlich Willkommen zu MonerlS Buchgeplauder! Hiermit starte ich heute eine unregelmäßige Gesprächsrunde, in der ich Themen oder Fragen, die mich beschäftigen, auf den Grund gehen möchte.

Die heutige Premiere leite ich mit dem Thema NEGATIVE REZENSIONEN ein und möchte euch darlegen, warum ich negative Rezensionen zu Büchern sehr wichtig finde!

 

Wieso sind negative Rezensionen wichtig?

Wenn es um die Bewertung von Büchern geht, fällt es nicht jedem*r Leser*in leicht eine angemessene Bewertung für das Buch zu finden? Warum ist das so?

Weil eine anständige Person niemanden verletzten mag. Das ist absolut nachvollziehbar und auch völlig in Ordnung. Zum einen ist da der*die Autor*in, die sich viele Gedanken zu einem Buch gemacht haben, viel Zeit investierten und auch sehr viel Herzblut in ihr Buchbaby gesteckt haben. Oftmals fällt es ihnen nicht so leicht ihre Geschichte in die Öffentlichkeit zu entlassen. Viele Autor*innen haben immer das Gefühl, dass sie es noch besser hätten machen können und sind dementsprechend auch sehr gespannt darauf, wie ihr Buch dem Publikum gefallen wird. Sie sind voller Vorfreude aber auch etwas ängstlich: Wie wird das Buch bei den Leser*innen ankommen?

Dann ist da natürlich auch noch der Verlag. Er hat sich für den*die Autor*in und für seine*ihre Geschichte entschieden, weil er überzeugt davon ist, dass dieses Buch die Leser*innen unterhalten, bestenfalls begeistern wird. Bücher, die sich nicht (gut) verkaufen und einen Flop darstellen sind schlecht fürs Geschäft.

Deshalb kann ich natürlich sehr gut verstehen und nachvollziehen, warum schlechte Rezensionen nicht gern gesehen werden und natürlich auch i.d.R. nicht geteilt werden.

 

Doch ich möchte jetzt das Ganze auch mal aus der Leser*innen-Sicht aufzeigen.

Ich liebe das Lesen, seit ich mich erinnern kann! Ich lese und verschlinge Geschichten in allen möglichen Formen, als gedrucktes Buch, eBook oder auch Hörbuch. Je nachdem was mein Alltag und wie meine Zeit es zulässt. Deshalb versuche ich meine Bücher so auszuwählen, sodass sie mir das größtmögliche Lesevergnügen bereiten. Ich will eigentlich nur 5 Sterne – Bücher lesen! In den 35 Jahren, in denen ich nun schon lese, hat sich mein Leseverhalten wie auch mein Geschmack verändert. Und mittlerweile kenne ich mich bereits so gut, sodass ich meistens ein sehr gutes Händchen bei meiner Buchauswahl an den Tag lege. Die meisten Bücher, die ich lese, haben 4 oder 5 Sterne.

Ich habe Familie, Kinder, einen Vollzeitjob, Freunde, Hobbys… und meine Lesezeit ist sehr beschränkt. Umso wichtiger ist es für mich, die beste Auswahl zu treffen. Wie gehe ich vor?

Es gibt Buchfreund*innen, die einen sehr ähnlichen Buchgeschmack haben wie ich. Auf ihr Urteil kann ich mich stützen. Es gibt Autor*innen, die seit vielen Jahren schreiben und ich mittlerweile weiß, dass mir fast jedes Buch von ihnen gefallen wird. Es gibt Verlage, die in Summe solche Bücher herausbringen, von denen ich weiß, dass ich sie mir näher anschauen kann, da sie überwiegend meine Lesegeschmack treffen.

Und dann gibt es auch Rezensionen, die ich lese, um herauszufinden, wie das Buch auf die Leser*innen gewirkt hat. Und hier kommen nun die (un)beliebten Sterne ins spiel!

Als Allererstes lese ich NEGATIVE REZENSIONEN! All die 1- und 2-Sterne-Rezensionen geben mir den besten Überblick über das Buch. Denn in diesen Rezensionen sagen i.d.R. die unterschiedlichsten Leser*innen, was ihnen am Buch nicht gefallen hat. Mal ist es die Umsetzung des Themas, mal die Schreibweise, dann die Orthografie oder die Charaktere, die Auflösung / das Ende einer Geschichte usw. Dabei kann ich meinen Lesegeschmack am besten vergleichen. Ich kann mir all die Kritikpunkte vornehmen und weiß, auf was ich wert lege.

Kritisiert jemand genau dieses Punkte, die jedoch für mich im umgekehrten Fall ein Buch auszeichnen, werde ich mir dieses Buch GENAU DESWEGEN kaufen! Denn hier weiß ich, dass der*die Rezensent*in am ehrlichsten war. Und nur das bringt mich weiter.

Habe ich alle negativen Rezensionen gelesen, lese ich noch ein bis zwei 3-Sterne-Rezensionen durch, eine 4 und ein bis zwei 5-Sterne-Rezensionen, um den Gesamtüberblick zu erhalten.

In all den Jahren habe ich festgestellt, dass es oftmals gar nicht so leicht fällt über ein herausragendes Buch zu schwärmen. Deshalb ist es nicht immer leicht aufgrund von positiven Bewertungen zu entscheiden, ob einem das Buch auch genauso zusagen würde. Doch vergleicht man Kritikpunkte hat man oftmals eine eindeutigere Vorstellung; entweder man stimmt ihnen nicht zu oder sieht es genauso.

Und ich persönlich finde, dass nicht jedes Buch jeden überzeugen und jedem gefallen kann. Geschmäcker sind verschieden und darüber kann man bekanntlich nicht streiten. Deshalb sollte es auch nicht schlimm sein, wenn ein Buch einigen Leser*innen NICHT gefällt.

Bestenfalls hat der*die Autor*in den Geschmack von 80% bis 90% der Leser*innen getroffen! Super! Was will man mehr? Alle haben alles richtig gemacht! Gratulliere!

Bekommt ein Buch im Schnitt 3 Sterne oder schlechter, dann ist das natürlich auch ein starkes Zeichen, auf das Autor*innen und Verlage hören müssen. Das schmerzt! Selbstverständlich! Aber es bringt Autor*innen und Verlagen im Endeffekt nichts, wenn sie nicht auf die Stimme des Marktes, also die der Leser*innen, hören. Schlimmstenfalls vergeudet sie Kraft, Zeit und Geld.

Sachliche negative Meinung und Kritik kann im Gegenzug für Autor*innen und Verlage auch eine große Hilfe sein! Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten, die, wenn sie im nächsten Band oder Buch beherzigt werden, dem nachfolgenden Buch zum Erfolg verhelfen können.

Und wenn nicht, dann ist es einfach auch so, wie oben bereits erwähnt, man kann nicht den Geschmack aller treffen. That´s life!

 

Meine Wünsche:

Deshalb wünsche ich mir, dass jede*r Leser*in immer die eigene ehrliche Meinung zu einem Buch kundtut!

Ich wünsche mir, dass Autor*innen sachliche Kritik annehmen können und kein Shitstorm über die Rezensent*innen auslösen!

Ich wünsche mir, dass Verlage negative Rezensionen akzeptieren und Blogger*innen nicht auf ihre Schwarze Listen setzten, wenn diese ein Buch unter 3 Sternen bewerten!

Ich wünsche mir, das Rezensent*innen die Zeit für eine negative / kritische Rezension nicht als vertane Zeit ansehen!

Ich wünsche mir, dass Leser*innen endlich wieder entspannt und ohne Sorgen Bücher lesen und für sich Neues ausprobieren können, um zu testen, was ihnen alles gefällt und was nicht, um sich danach mitteilen können, egal, ob positiv oder negativ!

 

Deshalb gibt es auf meinem Blog Bewertungen von 1 – 5 Sternen! Ich zeige was mir gefallen hat und was nicht! Ich möchte begeistern, informieren aber auch warnen. Jede Rezension ist meine eigene persönliche und echte Meinung! Wer diese nicht akzeptiert, mit dem möchte ich auch nicht zusammenarbeiten, seien es Autor*innen oder Verlage.

Ich hoffe, ich konnte euch darlegen, warum ich negative Meinungen / Rezensionen wichtig und sehr lesenswert finde! Habt Mut euch mitzuteilen!

 

Wie steht ihr zu alledem? Schreibt, lest, mögt ihr sachliche 1- und 2-Sterne-Rezensionen?

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  1. Hey! Das hast du aber richtig gut auf den Punkt gebracht!
    Ich mache es wie du: ich lese mir auch oftmals die 1-2 Sterne-Bewertungen durch, danach 1-2 mittlere und dann nochmals ein paar 5-Sterne-Bewertungen.
    Ich orientiere mich auch vielmehr an negativen, als an positiven Bewertungen irgendwie.

    Dennoch hab ich bei meinem Blog erstmal nur begonnen mit positiven Rezensionen. Zuerst wollte ich eigentlich nur ein Empfehlungsblog, gerade auch was Sachbücher anbelangt.
    Aber ich muss auch gestehen: es liegt bei mir nicht an der Angst vor dem Autor oder dem Verlag, sondern weil es mir wirklich, wirklich schwer fällt, es oft genau zu benennen.
    Ich bin generell nicht so wortgewandt, es fällt mir selbst bei positiven Rezensionen (die nicht im Sachbuch-Bereich liegen) sehr schwer, zu formulieren, was ich fühle. Ich bin eher ein intuitiver Mensch und genau das entscheidet oftmals bei mir, ob ich etwas gut finde oder nicht.
    Aber wenn andere es dann ausformulieren, kann ich manchmal dann auch nicken: ja… genau das fühle ich, hätte es aber nicht so benennen können!:)
    Ich übe mich momentan in meinen Kurzrezensionen ein bisschen: da bewerte ich jeden Monat nun jedes Buch, das ich gelesen habe, demzufolge auch die, die mir nicht so gefielen;)

    P.S. Ich wusste gar nicht, dass du auch Vollzeit arbeitest, ich dachte, du seist mit den Kids zuhause. Hut ab, dass du so viel zum Lesen kommst, mir fehlt es momentan sehr und ich würde gerne mehr lesen…
    Lg, Kathrin

    1. Hallo liebe Kathrin,
      danke für deinen Beitrag hier in dieser Runde. Sehr interessant was du schreibst, denn mir geht es meistens umgekehrt. Wenn mir ein Buch nicht gefallen hat, weiß ich genau, woran es lag. Das eigentlich schwierige dabei ist, dieses Nichtgefallen in angemessene Worte zu kleiden, ohne zu verletzen, dennoch aber klar im Ausdruck zu sein, damit jeder nachvollziehen kann, wie sich die Bewertung zusammensetzt.

      Das mit den Kurzrezensionen finde ich super! Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass, je kürzer die Rezi, desto schwieriger ist es, die Bewertung zu schreiben. 😉 Umso gespannter bin ich nun auf deine positiven und negativen Kurzrezis!

      Ja, bin (leider) in Vollzeit beschäftigt. Schön wär´s, wenn ich mehr Zeit zu Hause hätte. Meine Kinds sind in der KiTa, seit sie 1 Jahr alt waren. Anders wäre es nicht gegangen. Deshalb habe ich auch nicht so viel Lesezeit und liebe Hörbücher, da ich die quasi überall hören kann, auch in der Mittagspause. 😀 Ich konnte auch erst wieder richtig lesen, als die Kinder 1 Jahr und älter waren. Da stellt sich dann sowas wie ein Tages- und Nachtablauf ein. Vorher ging bei mir auch eigentlich nichts. Da hatte ich Blogpause. Gelesen hab ich hin und wieder, aber für Rezis schreiben hatte ich gar keine Zeit und Muse.
      GlG, monerl

  2. Liebe Monerl,

    ich schau mir das hier schon eine Weile an und hatte eigentlich auf mehr Rückmeldung gesetzt. Dass ich es so handhabe wie Du, weißt Du ja.
    Vielleicht ist es die “Harmoniesucht”, die auch negative Bewertungen verhindert, dass hier kaum jemand was schreibt?
    Schade. Aber gut, dass Du nun dazu gekommen bist, mal diesen Artikel zu schreiben!

    Liebe Grüße
    Petrissa

    1. Liebe Petrissa,
      ich habe es bisher noch nicht geschafft, auf die Kommentare hier zu antworten…

      Interessant deine Idee mit der “Harmoniesucht”. hihi Kann gut sein. Es gibt viele Leser*innen, die auf dieser Welle surfen. Kann ich auch gut nachempfinden. Aber es geht entgegen mein Wissen, dass nicht alles allen gefallen kann. Ich kann mir natürlich auch gut vorstellen, dass bei vielen eine Art “Angst” herrscht, Verlage nicht zu verstimmen. Rezi-Exemplare sind was Tolles, keine Frage. Es gibt ja auch genug Blogger*innen, die ihrer Lesesucht in dieser extremen Form nur durch die Leseexemplare fröhnen können. Da stimmt dann durchaus der Spruch, dass man nicht in die Hand beißt, die man füttert. Ich persönlich finde aus diesem Grund falsch, unehrliche Rezensionen zu schreiben. Das hilft im Endeffekt niemandem, da der Frust nach dem Lesen groß ist, der durch mehr ehrlichere Rezis nicht entstanden wäre.

      Aber ja, ich wollte das endlich mal schreiben und bin froh, dass ich es dazu gekommen bin. 🙂
      GlG, monerl

  3. Liebe Monerl,
    Wir haben uns ja schon mal über die Bewertung unterhalten und du weißt, dass ich das ein wenig anders sehe.
    Lesestunden.de hat dazu einen guten Artikel geschrieben, dem ich jetzt soweit möglich folge. Ich beschreibe das Buch, das ich gelesen habe oder gehört habe, möglichst aus vielen Blickwinkeln, ich schreibe, was mir gut oder was mir weniger gut gefallen hat. Eigentlich reicht das ohne eine Punkte-Bewertung. Und wenn ich das Buch ganz schlecht finde, gebe ich dem Buch keinen Platz oder Raum auf meinen Blog, weil ich finde, also schlechte Werbung ist auch Werbung und die möchte ich einem schlechten Buch nicht geben. Aber ich finde deine Argumentation auch gut und werde darüber nachdenken.
    Liebe Grüße Connie

    1. Liebe Connie,

      danke für deinen Beitrag!

      Ich weiß nicht, welchen Beitrag du von Lesestunden meinst. Muss ich mal danach suchen gehen. Danke für die Info. Zum Punkt “Bewertung” hatte ich gerade heute wieder ein schönes Beispiel gefunden, bei dem der Text der Rezi nicht mit der Bewertung übereinstimmt. Die Rezi pries m.M.n. das Buch an. Durch Zufall bin ich dann über die Rezi auf einem anderen Portal gestolpert, auf dem man Sterne vergeben muss und da habe ich gesehen, dass die Bewertung schlechter war, als der Text mich vermuten ließ. Deshalb finde ich, dass eine eindeutige Bewertung zum Text einfach dazugehört. Viele lassen m.M.n. die Sterne weg und versuchen durch etwas schönere Worte die negative Bewertung zu verscheiern, wenn es sich um eine Rezi-Exemplar handelt. Auf Amazon od. LB oder anderen Portalen, wo man die Rezi dann wiederfindet, kann man dann anhand der Sterne dann eindeutig sehen, dass das Buch nicht ganz so gefallen hat. Aber es muss auch negative Rezensionen geben. Licht und Schatten ergänzt sich. Das ist ganz normal. Unnormal finde ich, wenn es nur Positives zu einem Buch gibt.

      Kann verstehen, dass du keine Werbung für ein Buch machen willst, das dir nicht gefallen hat. Aber solange es nicht hetzerischen und rassistischen Inhalt verbreitet, finde ich, sollte so eine Rezi schon verfasst werden. Denn was dem Einen nicht gefällt, gefällt evtl. dem Anderen, der genau auf sowas steht, was du kritisiert hast.
      Wie machst du es denn bei Rezi-Exen, die dir gar nicht gefallen. Sagst du immer dem Verlag od. Autor*in, dass du keine Rezi schreibst?

      GlG, monerl

  4. Liebe Monerl,

    ein super interessantes Thema!
    Was die größere Ehrlichkeit und Aussagekraft einer negativen Rezension angeht, stimme ich Dir komplett zu. Und auch, dass diese Kritik mich nicht unbedingt davon abhält, ein Buch doch zu kaufen. Eine gut geschriebene sachliche Rezension nennt eine Tatsache, z. B. dass viele spannungsarme, philosophische Passagen im Buch sind und wie das auf den Rezensenten gewirkt hat, z. B. dass das Buch als langweilig empfunden wurde. Wenn ich auf der Suche nach ruhigen, nachdenklichen Büchern bin, wird mich das total neugierig machen und zum Kauf animieren. Kritische Rezensionen sind also nicht von Haus aus schlecht für den Autor.
    Und lehrreicher als nichtssagende begeisterte Zustimmung zu allem sind sie außerdem, falls der Autor sich verbessern und dazu lernen möchte.
    Wichtig ist für mich, niemanden anzugreifen. Weder den Autor noch Fans des Buches. Ich äußere ja nur meine persönliche Meinung und wenn mir bestimmte Dinge an einem Buch nicht gefallen, können sie für andere Leser perfekt sein. Und alle haben das Recht, bestimmt Dinge zu mögen oder eben nicht.
    Leider ist mir das auch schon passiert, dass Autoren nach außen dankbar sind für die „ehrliche Meinung“, aber unter vier Augen musste ich mich schon harscher und wütender Kritik aussetzen. Sowohl vom Autor als auch von Fans.
    Das wird mich aber nicht davon abhalten, weiter ehrlich auch meine kritische Meinung zu äußern. Selbst wenn es mir schwerfällt, weil der Autor sympathisch ist und viel Mühe und Herzblut in das Buch gesteckt hat. Falsches Lob hilft dem Autor nicht und ist auch nicht fair potenziellen zukünftigen Lesern gegenüber, die sich auf die positiven Urteile verlassen und dadurch getäuscht werden.
    Ich wünsche mir, dass kritische Rezensionen mehr wertgeschätzt werden und man dafür nicht vom Autor oder Fans verdammt (und teilweise beschimpft) wird. Es sollten sich mehr BloggerInnen trauen, auch die Dinge anzusprechen, die nicht gefallen haben.
    Liebe Grüße
    Gabi

    1. Liebe Gabi,

      ich bin absolut deiner Meinung! Wir sind uns in allen Punkten einig! Das ist auch mal schön zu lesen. Denn diesen Beitrag habe ich genau deswegen verfasst, weil ich das Gefühl und auch gehört habe, dass die meisten ganz anders darüber denken. Ich wollte endlich mal darlegen, warum eine schlechte Rezi wichtig, gut und ebenso Werbung sein kann.

      Nicht jeder kann mit negativer und gleichzeitig sachlicher Kritik umgehen. Das stimmt. Aber so ist halt das Leben. Gut, dass du dich davon nicht runterziehen lässt. Ich schätze deine Rezensionen sehr! Du gehörst zu den wenigen, wo ich weiß, dass sie das meinen, was sie sagen. Und das finde ich sehr wertvoll! Deshalb machen wir einfach so weiter wie bisher. 🙂

      GlG, monerl

  5. Hi monerl,
    ein sehr schönes Geplauder. Ja, ich finde negative Rezensionen auch ganz wichtig und ich hab mir tatsächlich auch schon ein Buch besorgt, obwohl es jemand nur mit 1 Stern bewertet hat. Es hat ihr eben persönlich nicht gefallen und ihre Kritikpunkte fand ich eben gut.
    Nur die volle Bandbreite an guten wie schlechten Rezensionen macht es.
    Aber auch mir tut es leid, wenn ich nur wenige Sterne vergeben kann. Danke, dass du mich wieder daran erinnerst, dass es notwendig und richtig ist.
    LG
    Daniela

    1. Liebe Daniela,

      mir geht es wie dir! Z.B. habe ich mir damals “Die Bücherdiebin” einzig und alleine aufgrund der sehr umstrittenen 1-Sterne-Rezi gekauft, weil ich wissen wollte, ob das stimmt, was der Rezensent geschrieben hat! 😀 Ohne diese negative Rezension, hätte ich es mir wahrscheinlich nicht gekauft. Daran sieht man mal, dass auch neg. Rezensionen Werbung sind.

      Mach weiter so und lass dich auch nicht verunsichern!
      GlG, monerl

  6. Damals in meiner Anfangszeit 😛
    Hatte ich viele Blogs in meiner TL, die nur positive Kritiken drin hatten. So gut wie NIE hat man ein kritisches Wort gehört. Nachdem mir das bewusst geworden ist, sind die alle rausgeflogen.

    Wie du schreibst: Man soll ehrlich sein!

    Ich gebe aus dem Grund u.a. auch keine Punkte mehr (ok, goodreads bleibts nicht aus, aber man kann ja noch nen Text schreiben) da ich in meinem Fazit alles zusammenfassen kann. Ich will nicht dass meine Kritik nach der Sterneanzahl gelesen wird, sondern wegen des Inhalts 😛

    1. Liebe Christin,

      auch ich entfolge vielen Blogs, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie nur so rezensieren, weil sie es den Veragen oder Autor*innen recht machen wollen. Über die Zeit hinweg merkt man das schnell. Wenn man jemandem folgt, weiß man irgendwann, wie er, sie, es tickt.
      Solche Rezis und Blogger*innen interessieren mich dann nicht mehr.

      In dem Punkt “Bewertung” gehen wir meinungstechnisch auseinander. Ist aber auch nicht schlimm. Bei den Blogger*innen, bei denen ich weiß, dass sie auch auf LB oder GR rezensieren, schaue ich immer im Nachhinein, wie viele Punkte sie für ein Buch vergeben haben. 😛

      GlG, monerl

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